Kunst und Kultur in Düsseldorf

K21 am Schwanenspiegel
Das K21 im historischen Ständehaus am Schwanenspiegel in Düsseldorf. Foto: M. Lenk

Düsseldorfs Kulturlandschaft ist ebenso traditionsreich wie gegenwärtig: Die Kunstakademie prägte Malerei, Fotografie und Konzeptkunst weit über die Stadt hinaus, während Museen, Bühnen und Konzertsäle heute ein dichtes Programm bieten. Zwischen Ehrenhof, Hofgarten, Grabbeplatz, Altstadt und Ständehaus liegen viele wichtige Häuser nur einen Spaziergang voneinander entfernt. Zugleich entsteht Kultur nicht allein in großen Institutionen. Freie Bühnen, Ateliers, Clubs, Literaturorte und internationale Gemeinschaften erweitern das Bild. Wer Düsseldorf kulturell entdecken möchte, kann klassische Moderne, zeitgenössische Kunst, Theater, Oper, Tanz, Film und die einflussreiche elektronische Musikgeschichte zu einem vielseitigen Aufenthalt verbinden.

Kurzfakten zum Thema

  • K20, Kunsthalle, Kunstverein und Kunstakademie liegen rund um Grabbeplatz und Altstadt nah beieinander.
  • K21 zeigt zeitgenössische Kunst im ehemaligen Ständehaus südlich der Königsallee.
  • Am Ehrenhof verbinden Kunstpalast, NRW-Forum und Tonhalle Kunst, Fotografie und Musik.
  • Schauspielhaus, Opernhaus und tanzhaus nrw stehen für unterschiedliche Bühnen- und Tanzformen.
  • Kraftwerk, Neu!, DAF, Fehlfarben und Die Toten Hosen prägen Düsseldorfs internationale Musikgeschichte.
  • Für einen Museumsbesuch sollten je nach Ausstellung zwei bis vier Stunden eingeplant werden.
  • Spielpläne, Sonderausstellungen, Eintrittspreise und Reservierungsregeln sollten vor dem Besuch aktuell geprüft werden.

Düsseldorf als Kunststadt

Der Ruf Düsseldorfs als Kunststadt ist eng mit der Kunstakademie verbunden. Ihre Geschichte reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Im 19. Jahrhundert wurde die Düsseldorfer Malerschule international bekannt. Künstler aus verschiedenen Ländern kamen in die Stadt, um Landschafts-, Historien- und Genremalerei zu studieren.

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Kunstakademie erneut zu einem wichtigen Ort künstlerischer Erneuerung. Namen wie Joseph Beuys, Gerhard Richter, Günther Uecker, Bernd und Hilla Becher oder Andreas Gursky stehen für unterschiedliche Richtungen der modernen und zeitgenössischen Kunst. Die Akademie beeinflusste Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Konzeptkunst und Performance weit über Düsseldorf hinaus.

Diese Geschichte wirkt bis heute nach. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler leben oder arbeiten in Düsseldorf und der Region. Galerien, Sammler, Museen und Ausstellungshäuser bilden ein dichtes Netzwerk. Besonders zum jährlichen Rundgang der Kunstakademie öffnen Studierende ihre Arbeitsräume und präsentieren neue Arbeiten. Dann wird sichtbar, dass Düsseldorf nicht nur Kunstgeschichte bewahrt, sondern weiterhin ein Ort künstlerischer Produktion ist.

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Zu den wichtigsten Kunstinstitutionen der Stadt gehört die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Sie verteilt sich auf mehrere Häuser und widmet sich vor allem der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Das K20 am Grabbeplatz liegt unmittelbar am Rand der Altstadt. Das Gebäude mit seiner dunklen, geschwungenen Fassade beherbergt bedeutende Werke der klassischen Moderne und der Nachkriegskunst. Arbeiten von Paul Klee, Pablo Picasso, Henri Matisse und weiteren prägenden Künstlern des 20. Jahrhunderts gehören zum Profil der Sammlung. Daneben zeigt das Haus wechselnde Sonderausstellungen.

Das K21 befindet sich im ehemaligen Ständehaus südlich der Königsallee. Das historische Gebäude wurde für zeitgenössische Kunst umgebaut und mit einer großen Glaskuppel versehen. Die Ausstellungsräume verteilen sich über mehrere Etagen. Installationen, raumbezogene Arbeiten, Fotografie, Film und Medienkunst spielen dort eine wichtige Rolle.

Beide Häuser ergänzen sich. Während das K20 stärker auf die Kunstgeschichte des vergangenen Jahrhunderts ausgerichtet ist, ermöglicht das K21 einen Blick auf aktuelle Entwicklungen und neue künstlerische Formen.

Museum Kunstpalast und Ehrenhof

Nördlich der Altstadt liegt der Ehrenhof, eines der wichtigsten Düsseldorfer Kulturensembles. Hier befinden sich das Museum Kunstpalast, die Tonhalle und das NRW-Forum. Die Anlage entstand im Zusammenhang mit einer großen Ausstellung in den 1920er-Jahren und verbindet Architektur, Gartenanlagen und Kulturinstitutionen.

Das Museum Kunstpalast besitzt eine breit angelegte Sammlung. Sie reicht von der Malerei und Skulptur früherer Jahrhunderte über Grafik und angewandte Kunst bis zu Werken der Moderne. Auch eine umfangreiche Glassammlung gehört zum Haus. Sonderausstellungen widmen sich historischen und zeitgenössischen Künstlern, Design, Fotografie und kulturgeschichtlichen Themen.

Der Kunstpalast eignet sich besonders für Besucher, die nicht nur eine einzelne Kunstepoche kennenlernen möchten. Die unterschiedlichen Sammlungsbereiche zeigen, wie sich Kunst, Handwerk und Gestaltung über lange Zeiträume verändert haben.

Unmittelbar daneben befindet sich die Tonhalle. Der markante Rundbau wurde ursprünglich als Planetarium errichtet und später zu einem Konzertsaal umgebaut. Heute ist er die wichtigste Spielstätte der Düsseldorfer Symphoniker. Das Programm umfasst klassische Orchesterkonzerte, Kammermusik, Gastspiele und Angebote für Familien.

Fotografie, Medien und das NRW-Forum

Das NRW-Forum im Ehrenhof beschäftigt sich vor allem mit Fotografie, visueller Kultur, Mode, Design und digitalen Ausdrucksformen. Ausstellungen greifen häufig Themen auf, die zwischen Kunst, Popkultur, Gesellschaft und Technologie liegen.

Damit unterscheidet sich das Haus von klassischen Kunstmuseen. Besucher begegnen dort nicht nur historischer Fotografie, sondern auch Modebildern, digitalen Installationen, Film, Internetkultur oder neuen Formen der Bildproduktion. Gerade für Menschen, die sich für zeitgenössische visuelle Kultur interessieren, ist das NRW-Forum eine wichtige Adresse.

Düsseldorf besitzt eine besondere Verbindung zur Fotografie. Die sogenannte Becher-Schule entstand im Umfeld der Kunstakademie. Bernd und Hilla Becher dokumentierten Industrieanlagen mit einer sachlichen, systematischen Bildsprache. Zu ihren Schülern gehörten Künstler wie Andreas Gursky, Candida Höfer, Thomas Ruff und Thomas Struth. Ihre großformatigen und konzeptionellen Arbeiten machten die Düsseldorfer Fotografie international bekannt.

Kunsthalle, Kunstverein und Akademie

Am Grabbeplatz liegen mehrere zentrale Orte der Düsseldorfer Kunstszene nah beieinander. Neben dem K20 befinden sich dort die Kunsthalle Düsseldorf und der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen.

Die Kunsthalle besitzt keine eigene dauerhafte Sammlung. Sie konzentriert sich auf wechselnde Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst. Das ermöglicht eine flexible Programmgestaltung und die Auseinandersetzung mit aktuellen künstlerischen und gesellschaftlichen Fragen.

Der Kunstverein gehört zu den ältesten Einrichtungen seiner Art in Deutschland. Er zeigt junge und etablierte Positionen und unterstützt den Austausch zwischen Kunstschaffenden, Fachpublikum und Stadtgesellschaft.

Von hier sind es nur wenige Minuten bis zur Kunstakademie am Rhein. Das Akademiegebäude selbst ist normalerweise kein klassisches Museum. Zu öffentlichen Veranstaltungen, Ausstellungen und besonders während des Rundgangs wird es jedoch zu einem der spannendsten Kulturorte der Stadt.

Theater in Düsseldorf

Düsseldorf besitzt eine lange Theatertradition. Das Düsseldorfer Schauspielhaus gehört zu den bedeutenden Sprechtheatern Deutschlands. Sein geschwungenes weißes Gebäude steht am Gustaf-Gründgens-Platz zwischen Hofgarten, Dreischeibenhaus und Kö-Bogen.

Das Programm umfasst klassische Dramen, moderne Stücke, zeitgenössische Texte und neue Inszenierungsformen. Neben der großen Bühne bietet das Schauspielhaus weitere Spielstätten und Formate. Auch Kinder- und Jugendtheater gehören zum Angebot.

Die Theatergeschichte der Stadt ist eng mit Persönlichkeiten wie Louise Dumont und Gustaf Gründgens verbunden. Louise Dumont gründete gemeinsam mit Gustav Lindemann zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Schauspielhaus, das als Reformbühne überregional bekannt wurde. Gustaf Gründgens prägte später als Schauspieler, Regisseur und Intendant das Düsseldorfer Theaterleben.

Daneben existieren kleinere Bühnen mit eigenständigen Profilen. Komödien, Kabarett, experimentelles Theater, freie Produktionen und Amateurtheater erweitern das Angebot. Diese Häuser sind häufig enger mit einzelnen Stadtteilen und bestimmten Publikumsgruppen verbunden.

Oper, Tanz und Ballett

Die Deutsche Oper am Rhein wird gemeinsam von Düsseldorf und Duisburg getragen. Das Düsseldorfer Opernhaus liegt an der Heinrich-Heine-Allee nahe der Altstadt und des Hofgartens. Auf dem Programm stehen Opern, Operetten, Konzerte und Produktionen des Balletts am Rhein.

Das Haus verbindet bekannte Werke des Opernrepertoires mit neueren Inszenierungen. Internationale Sängerinnen und Sänger, ein eigenes Ensemble und die Zusammenarbeit mit den Düsseldorfer Symphonikern prägen den Spielbetrieb.

Auch Tanz besitzt in Düsseldorf einen hohen Stellenwert. Neben dem Ballett am Rhein gibt es freie Choreografen, Tanzhäuser und internationale Gastspiele. Eine besondere Bedeutung hat das tanzhaus nrw. Es befindet sich in einem ehemaligen Straßenbahndepot und verbindet Bühne, Ausbildung und kulturelle Begegnung.

Das Programm reicht von zeitgenössischem Tanz über urbane Stile bis zu Produktionen für Kinder und Jugendliche. Kurse und Workshops richten sich an Menschen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen. Dadurch ist das Haus nicht nur Aufführungsort, sondern auch ein Zentrum aktiver Tanzkultur.

Musikstadt Düsseldorf

Düsseldorf hat die internationale Musikgeschichte stärker beeinflusst, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Besonders die elektronische Musik ist eng mit der Stadt verbunden.

Kraftwerk entwickelte seit den 1970er-Jahren eine reduzierte, elektronische Klangsprache, die Musiker in aller Welt beeinflusste. Elemente ihrer Musik wirkten auf Synthiepop, Hip-Hop, Techno und elektronische Tanzmusik. Auch Bands und Projekte wie Neu!, La Düsseldorf und Deutsch Amerikanische Freundschaft trugen zum Ruf Düsseldorfs als Zentrum experimenteller Musik bei.

Parallel entstand eine einflussreiche Punk- und New-Wave-Szene. Orte in der Altstadt, besonders im Umfeld der Ratinger Straße, wurden zu Treffpunkten von Musikern, Künstlern und Studierenden. Fehlfarben und später Die Toten Hosen gehören zu den bekanntesten Bands, die aus dieser Szene hervorgingen.

Diese Musikgeschichte lässt sich nicht in einem einzelnen Museum zusammenfassen. Sie ist mit Clubs, Kneipen, Proberäumen, Plattenläden und früheren Veranstaltungsorten verbunden. Manche dieser Orte existieren nicht mehr, andere haben ihre Funktion verändert. Dennoch gehört der „Sound of Düsseldorf“ weiterhin zum kulturellen Selbstverständnis der Stadt.

Auch klassische Musik spielt eine zentrale Rolle. Die Düsseldorfer Symphoniker treten vor allem in der Tonhalle und im Opernhaus auf. Kirchenkonzerte, Kammermusik, Chöre und Musikhochschulveranstaltungen ergänzen das Programm.

Heinrich Heine und die Literaturstadt

Heinrich Heine ist der bekannteste in Düsseldorf geborene Schriftsteller. Er kam 1797 in der Bolkerstraße zur Welt. Sein Geburtshaus ist in der ursprünglichen Form nicht erhalten, der Standort wird jedoch als Heine Haus kulturell genutzt.

Heines Gedichte, Reisebilder, politischen Schriften und journalistischen Texte gehören zur deutschen und europäischen Literaturgeschichte. Sein Verhältnis zu Düsseldorf war von Erinnerung, Zuneigung und Kritik geprägt. Die Stadt ehrte ihn erst spät umfassend. Heute tragen die Universität, ein Institut, eine Allee und verschiedene Einrichtungen seinen Namen.

Das Heinrich-Heine-Institut widmet sich seinem Leben und Werk sowie weiteren literarischen Beständen. Es befindet sich in der Carlstadt und verbindet Archiv, Forschung, Ausstellungen und Veranstaltungen.

Die literarische Szene Düsseldorfs reicht jedoch weit über Heine hinaus. Lesungen, Literaturfestivals, Buchhandlungen, Bibliotheken und kleinere Veranstaltungsorte bieten ein vielfältiges Programm. Autorinnen und Autoren aus der Stadt treten neben überregional bekannten Gästen auf.

Film und Kinokultur

Düsseldorf besitzt neben großen Multiplexkinos auch traditionsreiche Programmkinos. Sie zeigen internationale Filme, Dokumentationen, Filmklassiker und Produktionen außerhalb des üblichen kommerziellen Angebots.

Das Filmmuseum in der Altstadt beschäftigt sich mit der Geschichte und Technik des Films. Modelle, Kameras, Kostüme, Filmkulissen und interaktive Stationen erklären, wie bewegte Bilder entstehen. Zum Museum gehört auch ein Kino, in dem Retrospektiven und filmhistorische Reihen gezeigt werden.

Das Haus eignet sich nicht nur für Filmfans. Es vermittelt anschaulich, wie technische Entwicklungen, Erzählformen und gesellschaftliche Veränderungen die Filmgeschichte geprägt haben.

Filmfestivals und thematische Reihen ergänzen die Kinolandschaft. Dazu gehören Angebote für Kinder und Jugendliche, internationale Filmprogramme und Veranstaltungen zu bestimmten Ländern oder gesellschaftlichen Themen.

Architektur als Teil der Kultur

Düsseldorfs Kultur lässt sich auch an seinen Gebäuden ablesen. In der Altstadt stehen Kirchen, Rathaus und historische Bürgerhäuser. Die Königsallee zeigt die Entwicklung der repräsentativen Handelsstadt. Das Dreischeibenhaus und das Schauspielhaus gehören zu den wichtigsten Beispielen der Nachkriegsmoderne.

Der MedienHafen ist vor allem für moderne Architektur bekannt. Alte Lagerhäuser und Hafenanlagen treffen dort auf Gebäude von Frank Gehry und anderen international bekannten Architekten. Die schiefen Fassaden des Neuen Zollhofs gehören zu den meistfotografierten Motiven der Stadt.

Am Kö-Bogen und Kö-Bogen II wird sichtbar, wie Düsseldorf versucht, moderne Architektur, Einzelhandel und öffentliche Räume miteinander zu verbinden. Das begrünte Gebäudeensemble steht für neuere Konzepte städtischer Gestaltung.

Auch weniger bekannte Viertel sind architektonisch interessant. Oberkassel besitzt zahlreiche Jugendstil- und Gründerzeithäuser. Die Carlstadt ist von barocken und klassizistischen Strukturen geprägt. In Flingern, Bilk und Pempelfort lassen sich Industriegeschichte, Arbeiterwohnungsbau und spätere Stadterneuerung nachvollziehen.

Japanische und internationale Kultur

Düsseldorf ist eine internationale Stadt. Besonders bekannt ist die große japanische Gemeinschaft. Rund um die Immermannstraße befinden sich japanische Restaurants, Buchhandlungen, Lebensmittelgeschäfte und Dienstleister. Das Viertel wird häufig als Little Tokyo bezeichnet.

Das EKŌ-Haus in Niederkassel ist ein Zentrum japanischer Kultur. Zum Ensemble gehören ein buddhistischer Tempel, ein japanischer Garten und Veranstaltungsräume. Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und traditionelle Feste vermitteln unterschiedliche Aspekte japanischer Religion, Kunst und Alltagskultur.

Der jährlich veranstaltete Japan-Tag verbindet Kulturprogramm, Begegnung und ein großes Feuerwerk am Rhein. Das Fest macht die engen Beziehungen zwischen Düsseldorf und Japan für ein breites Publikum sichtbar.

Daneben prägen viele weitere internationale Gemeinschaften das kulturelle Leben. Kulturvereine, religiöse Gemeinden, Festivals, Restaurants und Begegnungsstätten bringen unterschiedliche Sprachen, Musikrichtungen und Traditionen in die Stadt ein. Diese Vielfalt gehört ebenso zu Düsseldorf wie die etablierten Museen und Bühnen.

Freie Szene, Ateliers und Kulturzentren

Nicht alle kulturellen Angebote entstehen in großen Häusern. Die freie Szene arbeitet häufig in kleineren Veranstaltungsräumen, ehemaligen Industriegebäuden, Ateliers und temporär genutzten Orten.

Künstlerinitiativen organisieren Ausstellungen, Performances, Konzerte und Diskussionen. Freie Theater- und Tanzgruppen entwickeln eigene Produktionen. Kulturzentren verbinden Musik, politische Bildung, Jugendkultur und soziale Begegnung.

Besonders in Stadtteilen wie Flingern, Bilk, Oberbilk und Pempelfort befinden sich Galerien, Ateliers und kleinere Bühnen. Manche Angebote sind dauerhaft, andere entstehen für einzelne Projekte. Es lohnt sich deshalb, vor dem Besuch aktuelle Programme zu prüfen.

Die freie Szene ermöglicht oft direkte Begegnungen mit Kunstschaffenden. Vernissagen, offene Ateliers und kleinere Festivals zeigen Arbeiten, die nicht unbedingt in großen Museen vertreten sind.

Kunst und Kultur sinnvoll entdecken

Für einen ersten Kulturtag bietet sich ein Rundgang durch die Innenstadt an. Er kann am Ehrenhof mit Kunstpalast und NRW-Forum beginnen. Durch den Hofgarten führt der Weg zur Kunstsammlung K20, zur Kunsthalle und zur Kunstakademie. Anschließend lassen sich Altstadt, Heine Haus und Filmmuseum besuchen.

Südlich der Königsallee liegt das K21. Wer am Abend eine Veranstaltung plant, erreicht von dort Oper, Schauspielhaus, Tonhalle oder verschiedene kleinere Bühnen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß.

Ein einziger Tag reicht nicht aus, um die gesamte Düsseldorfer Kulturlandschaft kennenzulernen. Bereits ein ausführlicher Museumsbesuch kann mehrere Stunden dauern. Für Kunstsammlungen, Theater, Musikgeschichte und internationale Kultur sollten deshalb unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden.

Vor allem bei Sonderausstellungen, Aufführungen und Festivals empfiehlt sich eine aktuelle Planung. Programme, Öffnungszeiten, Spielorte und Eintrittspreise können sich ändern. Für bekannte Veranstaltungen und große Ausstellungen ist häufig eine vorherige Reservierung sinnvoll.

Düsseldorf zwischen Tradition und Gegenwart

Die Stärke Düsseldorfs als Kulturstadt liegt in der Verbindung unterschiedlicher Epochen und Ausdrucksformen. Die höfische Kunstförderung unter Jan Wellem, die Düsseldorfer Malerschule, die Kunstakademie und die elektronische Musikgeschichte gehören zu verschiedenen Zeiten. Gemeinsam haben sie jedoch das Bild einer Stadt geprägt, in der Kunst nicht nur gezeigt, sondern auch produziert und diskutiert wird.

Große Museen stehen neben experimentellen Ausstellungsräumen. Klassische Konzerte ergänzen elektronische Musik und Punk. Historische Bühnen arbeiten neben freien Gruppen. Japanische Kultur, internationale Festivals und migrantische Initiativen erweitern das kulturelle Spektrum.

Kunst und Kultur sind in Düsseldorf deshalb nicht auf ein einzelnes Viertel beschränkt. Sie verteilen sich über Museen, Straßen, Parks, ehemalige Industrieflächen und Stadtteilzentren. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt hinter der bekannten Einkaufs- und Messestadt ein vielschichtiges kulturelles Zentrum mit starken historischen Wurzeln und einer weiterhin aktiven Gegenwart.

Häufige Fragen zu Kunst und Kultur in Düsseldorf

Welche Museen eignen sich für einen ersten Besuch?

K20 und K21 geben einen guten Einstieg in die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Kunstpalast deckt einen größeren Zeitraum und zusätzlich angewandte Kunst sowie Glas ab. Das NRW-Forum passt besonders zu Fotografie, Design und visueller Gegenwartskultur.

Kann man die wichtigsten Kulturorte zu Fuß erreichen?

Viele Häuser liegen in der Innenstadt nah beieinander. Ehrenhof, Hofgarten, Grabbeplatz, Kunstakademie, Altstadt und Oper lassen sich gut verbinden. Zum K21, tanzhaus nrw oder zu weiter entfernten Spielstätten verkürzen Straßenbahn und Stadtbahn die Wege.

Wie viel Zeit braucht man für einen Kulturtag?

Ein Tag reicht für ein großes Museum, einen Rundgang durch das Kunstareal und eine Abendveranstaltung. Wer mehrere Sammlungen, Musikgeschichte und freie Kulturorte kennenlernen möchte, sollte zwei oder drei Tage einplanen.

Wo erlebt man Düsseldorfs Musikgeschichte?

Die elektronische Musik sowie Punk und New Wave sind eng mit früheren Studios, Clubs und Lokalen verbunden. Besonders die Altstadt und die Ratinger Straße gehören zu dieser Geschichte. Aktuelle Konzerte finden unter anderem in der Tonhalle, im Opernhaus und in verschiedenen Clubs statt.

Wann kann man die Kunstakademie besuchen?

Das Akademiegebäude ist kein reguläres Museum. Besonders zugänglich wird es während öffentlicher Ausstellungen und des jährlichen Rundgangs. Termine und Zugangsregeln veröffentlicht die Kunstakademie aktuell auf ihrer Website.

Gibt es Kulturangebote für Familien?

Museen, Tonhalle, Oper, Schauspielhaus, Filmmuseum und tanzhaus nrw bieten je nach Saison Programme für Kinder und Jugendliche. Altersangaben, Spieldauer und Buchung sollten vorab beim jeweiligen Haus geprüft werden.

Muss man Tickets im Voraus reservieren?

Für reguläre Museumsbesuche ist das nicht immer nötig. Bei Sonderausstellungen, Premieren, beliebten Konzerten, Opern- und Theateraufführungen ist eine frühzeitige Reservierung sinnvoll.

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