Altstadt: Düsseldorfs historische Mitte
Die Düsseldorfer Altstadt liegt zwischen Rhein, Hofgarten und Carlstadt. Auf engem Raum treffen mittelalterliche Stadtgeschichte, Residenzarchitektur, Kirchen und heutige Kulturorte aufeinander. Am Burgplatz steht der Schlossturm auf dem Gelände der früheren Residenz; Rathaus und Marktplatz sowie die Basilika St. Lambertus bilden einen zweiten historischen Schwerpunkt. Die Wege zwischen diesen Orten sind kurz und führen zugleich vom alten Stadtkern an die Rheinuferpromenade.
Das Uerige in der Düsseldorfer Altstadt.
Foto: M. Lenk
Rathaus, Marktplatz und St. Lambertus
Das Alte Rathaus wurde zwischen 1570 und 1573 vom Duisburger Maurermeister Heinrich Tußmann errichtet. Der Bau ersetzte ein älteres Gebäude am Marktplatz und wurde über die folgenden Jahrhunderte mehrfach verändert. Heute steht es an der Westseite des Platzes; das Reiterstandbild Jan Wellems erinnert an den Kurfürsten, dessen Regierungszeit Düsseldorf als Residenzstadt prägte. Nur wenige Schritte entfernt erhebt sich St. Lambertus. Die Basilika bewahrt mittelalterliche Baugeschichte und gehört mit ihrem schiefen Turm zu den weithin erkennbaren Wahrzeichen der Altstadt.
Zum historischen Ensemble gehören die Geschichte des Burgplatzes, Rathaus und Marktplatz sowie die Basilika St. Lambertus. Der Schlossturm gibt dem Uferraum einen vertikalen Akzent, während die Rheinuferpromenade den Spazierweg am Strom fortsetzt.
Ratinger Straße und Stadterhebung
Die Ratinger Straße führt vom nördlichen Teil der Altstadt in Richtung Hofgarten. Historische Häuser und gastronomische Adressen prägen den Straßenzug. Das Stadterhebungsmonument am Burgplatz erinnert an das Jahr 1288, als Graf Adolf von Berg Düsseldorf zur Stadt erhob. Die Verleihung von Stadtrechten markiert den Beginn einer eigenständigen städtischen Entwicklung und erklärt, weshalb der Burgplatz bis heute ein zentraler Bezugspunkt der Stadtgeschichte ist. Die Ratinger Straße verbindet historische Bebauung mit Gastronomie; das Stadterhebungsmonument ist ein modernes Erinnerungszeichen am Burgplatz.
Vom Residenzschloss zum Schifffahrtsmuseum
Das Düsseldorfer Schloss wurde im 19. Jahrhundert abgetragen; vom einstigen Bau blieb der Schlossturm. Heute beherbergt er das Schifffahrtsmuseum, dessen Thema eng mit der Lage am Rhein verbunden ist. Der Fluss war Verkehrsweg, Wirtschaftsraum und prägender Teil des Stadtbilds. Vom Burgplatz öffnet sich der Blick auf das Ufer und die Promenade. So lässt sich die frühere Residenzlage mit der Rolle des Rheins im Alltag der Stadt verbinden. Der Weg am Wasser führt weiter in Richtung Süden und kann in einen Spaziergang bis zur Carlstadt übergehen.
Altstadt und angrenzende Kulturorte
Die südlich anschließende Carlstadt ergänzt den Besuch um Stadtmuseum und Heinrich-Heine-Institut. In der Bolkerstraße wurde Heinrich Heine 1797 geboren; sein Geburtshaus erinnert an die literarische Geschichte des Viertels. Im Zentrum der Altstadt verbinden Kirchen, Plätze und der Schlossturm Stadtgeschichte mit Kunst und Kultur. Düsseldorfs Brauhaustradition lässt sich mit einem Abstecher zum Altbier entdecken; weitere Kulturorte und Museen erweitern den Rundgang. Altstadt ist ein Stadtteil des Stadtbezirks 1.
Der Burgplatz eignet sich als Orientierungspunkt zwischen Schlossgeschichte und Rhein. Von hier sind Marktplatz, Ratinger Straße, Kirchen und Promenade jeweils in kurzer Folge erreichbar. Der Stadtkern zeigt damit unterschiedliche Zeitschichten auf engem Raum: mittelalterliche Stadterhebung, kurfürstliche Residenz, städtische Verwaltung und heutige Kultur- und Gastronomieangebote.