K20: Moderne Kunst am Grabbeplatz
Das K20 am Grabbeplatz ist eines der beiden Häuser der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Seine Sammlung führt durch die Klassische Moderne und die Kunst nach 1945. Das K21 am Kaiserteich setzt einen anderen zeitlichen Schwerpunkt bei internationaler Gegenwartskunst. Wer beide Häuser vergleicht, begegnet unterschiedlichen Kapiteln einer Sammlung: den künstlerischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts im K20 und den aktuellen internationalen Positionen im K21.
Das K20 - die Kunstsammlung NRW für Kunst des 20sten Jahrhunderts
Foto: M. Lenk
Klassische Moderne und Kunst nach 1945
Das Profil des K20 umfasst zentrale Entwicklungen der modernen Kunst. Werke von Paul Klee, Henri Matisse, Pablo Picasso, Jackson Pollock und Andy Warhol stehen beispielhaft für unterschiedliche Wege von der Moderne bis zur Nachkriegskunst. Expressionismus, Kubismus und Surrealismus gehören ebenso zum Zusammenhang wie Abstrakter Expressionismus, Pop Art und Minimalismus. Die Sammlung zeigt dadurch eine Folge künstlerischer Antworten auf eine sich verändernde Welt.
Seit Sommer 2024 präsentiert das K20 mehr als 200 Werke der Klassischen Moderne und Nachkriegskunst in einer umfangreichen Neupräsentation. Neben den bekannten Künstlernamen umfasst sie Werke von Künstlerinnen wie Etel Adnan, Sonia Delaunay, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter, Alice Neel und Marianne Werefkin. Auch Positionen außerhalb der westlichen Kunstgeschichte werden einbezogen. Diese Zusammenstellung erweitert den Blick auf die Moderne und rückt verschiedene Perspektiven in denselben Sammlungszusammenhang.
Zu den herausragenden Arbeiten zählt Joseph Beuys’ Installation „Palazzo Regale“. Sie macht sichtbar, dass die Sammlung neben Gemälden und Skulpturen auch raumgreifende Werke umfasst. Fotografie und Installationen ergänzen das Spektrum. So können Besucher unterschiedliche Medien und künstlerische Verfahren nebeneinander wahrnehmen, statt Kunstgeschichte ausschließlich als Abfolge von Malstilen zu erleben.
Der Museumsbau am Grabbeplatz
Das K20 wurde 1986 eröffnet. Der Bau von Dissing + Weitling ist an seiner Fassade aus schwarzem Granit erkennbar. 2010 wurde ein Erweiterungsbau ergänzt. Die Architektur gibt dem Haus am Grabbeplatz eine klare Präsenz im Stadtraum und stellt einen zeitgenössischen Museumsbau in unmittelbare Nähe zu Altstadt, Königsallee und Hofgarten. Die Lage macht den Besuch zugleich zu einem Teil des zentralen Düsseldorfer Kulturangebots.
Im Gebäude begegnen sich Sammlung und wechselnde Präsentation. Eine Ausstellung kann einzelne Künstler, Strömungen oder Verbindungen zwischen Werken hervorheben; die Sammlung bleibt dabei der dauerhafte Bezugspunkt des Hauses. Der digitale Guide der Kunstsammlung bietet zusätzliche Zugänge zu den Werken und ermöglicht unterschiedliche Rundgänge. Für aktuelle Besuchszeiten und Tickets führt die Besuchsseite der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zu den Betreiberinformationen.
K20 und K21 im Vergleich
Das K21 am Kaiserteich widmet sich internationaler Gegenwartskunst und ist im ehemaligen Ständehaus untergebracht. Während das K20 die klassische Moderne und die Nachkriegszeit bündelt, richtet das K21 den Blick auf jüngere und aktuelle Kunst. Beide Häuser gehören zur Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, unterscheiden sich aber in Sammlungsschwerpunkt und Architektur. Die Übersicht der Düsseldorfer Museen ordnet die beiden Standorte neben Häusern zu Film, Stadtgeschichte und angewandter Kunst ein.
Der Vergleich lässt sich über die zeitliche Ausrichtung hinaus führen: Im K20 stehen historische Entwicklungen der Moderne und ihre Wirkung nach 1945 im Mittelpunkt. Das K21 zeigt, wie Künstlerinnen und Künstler Gegenwart, Gesellschaft und internationale Zusammenhänge verhandeln. Der Kunstpalast am Ehrenhof ergänzt den Museumsbesuch mit einer epochen- und medienübergreifenden Sammlung.