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Königsallee

Die Königsallee gehört zu den bekanntesten Straßen Düsseldorfs. Der Boulevard reicht ungefähr einen Kilometer durch die Innenstadt und verbindet Geschäftsstraßen mit einer begrünten Wasserachse. Im Zentrum liegt der Kö-Graben: Er teilt die Allee in zwei Seiten und gibt dem Stadtraum seine charakteristische Folge aus Wasser, Brücken, Bäumen und Fassaden. Ein Rundgang verbindet Schaufenster, Graben und Plätze an beiden Enden zu einer gut lesbaren Folge innerstädtischer Räume. Am nördlichen Abschluss führt der Weg zum Corneliusplatz und in den Hofgarten; dort wechselt der geschäftige Boulevard unmittelbar in eine große innerstädtische Grünanlage.

Königsallee Neben den vielen schicken Geschäften prägen die Straßencafes das Bild der Königsallee Foto: M. Lenk

Vom Festungsgraben zur Innenstadtpromenade

Die Königsallee entstand nach der Schleifung der Befestigungsanlagen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Stadtgraben und Straßenzüge wurden nach 1801 neu geordnet; 1804 wurde der zuvor geschlängelte Graben begradigt und mit Bäumen bepflanzt. An der Planung wirkten der Wasserbaumeister Bauer, der Hofbaumeister Huschberger, der Gartenbaumeister Maximilian Friedrich Weyhe sowie weitere städtische Planer mit. Aus dem Rand der früher befestigten Stadt wurde eine öffentliche Achse, die Grünraum und Bebauung zusammenführt.

Am Ufer führen Wege unter den Baumreihen entlang. Brunnen und Skulpturen setzen einzelne Haltepunkte, darunter die Tritonengruppe. Dieser Wechsel aus offenen Querungen und grünen Uferabschnitten macht die Kö auch abseits des Einkaufens zu einem angenehmen Stück Innenstadt.

Brücken und Wasserachse im Stadtraum

Drei Brücken queren den etwa 600 Meter langen Graben und verbinden die beiden Seiten der Allee. Sie sind gute Orientierungspunkte, wenn Sie den Boulevard zu Fuß erkunden: Querungen führen von den Geschäftshäusern zum Wasser und weiter in die jeweils gegenüberliegende Straßenfront. Der Graben ist dabei mehr als ein Mittelstreifen; seine Ufer bilden eine durchgehende grüne Promenade. Brunnen und Skulpturen markieren einzelne Abschnitte und laden dazu ein, den Weg kurz zu unterbrechen. Am südlichen Teil der Anlage sorgen die Bäume und die offene Wasserfläche für einen deutlich ruhigeren Eindruck als in den Passagen nahe den großen Geschäften.

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Ostseite und Westseite erleben

Östlich des Grabens konzentrieren sich Geschäfte, Passagen, Kaufhäuser, Cafés und Restaurants. Die Westseite ist in vielen Abschnitten stärker von Bürohäusern, Banken und Hotels geprägt. Ein Gang entlang beider Seiten vermittelt diesen Unterschied besser als der Blick auf eine einzelne Fassade: Auf der Ostseite führt der Weg an Eingängen und Schaufenstern vorbei, während westlich die größeren Geschäftshäuser und ruhigeren Straßenräume auffallen. Der Wasserlauf bleibt als gemeinsamer Bezugspunkt dazwischen sichtbar. Wer seine Runde am nördlichen Platz beginnt, kann zuerst am Hofgarten entlanggehen und dann über eine der drei Brücken zur geschäftigen Ostseite wechseln.

Passagen wie die Kö-Galerie und das Kö-Center stehen für die Entwicklung des innerstädtischen Einzelhandels in überdachte und mehrgeschossige Räume. Nördlich setzt der Kö-Bogen mit seiner zeitgenössischen Architektur einen weiteren Akzent und bildet den Übergang zum Hofgarten. Wer den Boulevard mit dem umliegenden Stadtraum verbinden möchte, kann vom nördlichen Ende durch den Park Richtung Altstadt gehen; südlich führen die Straßen weiter zur Carlstadt und zum Rhein.

Ein lebendiger Veranstaltungsraum

Die Kö dient neben ihrer Handelsfunktion als öffentlicher Veranstaltungsort. Laufwettbewerbe, Radrennen und der Bücherbummel nutzen die zentrale Lage und die lange, gut sichtbare Straßenachse. Auch Karnevalsumzüge führen durch die Innenstadt und beziehen den Boulevard ein. Diese Veranstaltungen wechseln nach Jahr und Programm; dauerhaft ist die Rolle der Königsallee als repräsentativer Freiraum, auf dem sich Alltag, Handel und öffentliches Stadtleben begegnen.

Am südlichen und westlichen Ende lässt sich der Besuch mit dem Rhein verbinden. Die Rheinuferpromenade führt vom städtischen Boulevard an die offene Flusslandschaft; am Burgplatz steht der Schlossturm als historischer Orientierungspunkt. Zwischen Kö, Altstadt und Rhein liegen weitere Düsseldorfer Sehenswürdigkeiten, die sich zu einem Rundgang durch die Innenstadt verbinden lassen.