Stadtbezirk 3: Bilk, Unterbilk und die Rheindörfer
Stadtbezirk 3 verbindet dichte Quartiere südlich der Innenstadt mit dem MedienHafen und älteren Siedlungen im Rheinbogen. Zu ihm gehören acht Stadtteile: Oberbilk, Unterbilk, Bilk, Friedrichstadt, Hafen, Hamm, Flehe und Volmerswerth. Ihre Straßenbilder und Landschaften lassen sich gut in einzelne Rundgänge gliedern.
Bilk, Unterbilk und Friedrichstadt
Bilk bewahrt mit Alt St. Martin einen alten Ortskern und verbindet ihn mit Universität, Botanischem Garten und Salzmannbau. Dort befindet sich auch die Jazz-Schmiede. Im östlich anschließenden Oberbilk bilden Oberbilker Markt und Kölner Straße wichtige Bezugspunkte. Sie ergänzen die Bilker Kulturorte und die gründerzeitlichen Straßenzüge Unterbilks um einen eigenen Schwerpunkt im Bezirk. Unterbilk reicht von geschlossenen Straßenzügen des 19. Jahrhunderts bis zum Landtag und zur Rheinpromenade. Bachstraße und Elisabethstraße liegen am Übergang zwischen Bilk, Unterbilk und Friedrichstadt. Der Landtag und der Rheinturm liegen in Unterbilk; Wege führen von dort zum Rheinpark Bilk und in das benachbarte Hafenquartier.
Friedrichstadt entstand ab 1854 als südliche Stadterweiterung. Das regelmäßige Straßenraster und die Altbauten rund um den Fürstenplatz prägen den Stadtteil. Schwanenspiegel und Kaiserteich gehören zu den Grünanlagen des Bezirks; das Ständehaus liegt am Kaiserteich in Unterbilk. 1880 bezog dort die Vertretung der preußischen Rheinprovinz ihren Sitz. Bis 1988 tagte hier der nordrhein-westfälische Landtag; heute zeigt das K21 zeitgenössische Kunst. So ergänzen die Plätze und die Kunstsammlung die gründerzeitlichen Straßenbilder um zwei unterschiedliche öffentliche Räume.
Hafen und Rheinfront
Der Stadtteil Hafen umfasst das frühere Handelshafengebiet, das MedienHafen-Quartier und den Wirtschaftshafen. Alte Speicher und Kaimauern erinnern an den Warenumschlag; neue Büro- und Kulturbauten zeigen eine spätere Nutzung einzelner Hafenbereiche. Zugleich ist der Wirtschaftshafen ein Arbeitsort mit Güterumschlag und Schiffsverkehr. Landtag und Rheinturm setzen Bezugspunkte an der Rheinfront, gehören verwaltungsmäßig aber zum benachbarten Unterbilk.
Hamm, Flehe und Volmerswerth
Im Süden wechseln die dicht bebauten Straßenzüge zu den Rheindörfern. Hamm wird seit dem 8. Jahrhundert erwähnt; der Beiname „Kappes-Hamm“ erinnert an den Gemüseanbau in den fruchtbaren Auen. Flehe bewahrt zwischen Rhein und Kirche eine dörfliche Struktur; die Fleher Brücke ist ein weithin sichtbarer Bezugspunkt der Landschaft. Volmerswerth besitzt mit St. Dionysius eine eigene Ortsmitte und weiterhin landwirtschaftlich genutzte Flächen. Rhein, Auen und Gemüsebau verbinden die Orte, während jede Siedlung ihre eigene Mitte behält.
Rheinpark Bilk: Hafenzeugnisse am Ufer
Der Rheinpark Bilk verbindet den Bereich am Landtag mit dem Stadttor und dem Hafenraum. Ein Hafenkran von 1894 und erhaltene Kaimauern bewahren sichtbare Spuren des früheren Berger Hafens. Die rund vier Hektar große Anlage öffnet den dicht bebauten Uferbereich als öffentliche Grünfläche. Eine 50 Meter breite Landschaftsbrücke führt zum Stadttor; entlang des Ufers stehen 220 Platanen. Von hier aus lassen sich Park, Hafenbecken und die markanten Gebäude der Rheinfront in einem zusammenhängenden Spaziergang wahrnehmen. Der Park verknüpft damit die jüngere Stadtentwicklung mit den baulichen Überresten des Hafens, während die weiter südlich gelegenen Rheindörfer eine ältere, landwirtschaftlich geprägte Beziehung zum Fluss zeigen.