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Unterbilk: Landtag, Rheinpromenade und Wohnquartiere

Unterbilk liegt südlich der Carlstadt zwischen Innenstadt, Hafen und Rhein. Gründerzeitliche Wohnstraßen treffen auf Landtag, Stadttor und öffentliche Uferanlagen. Das Viertel verbindet ein dichtes Wohnquartier mit dem politischen Zentrum Nordrhein-Westfalens und dem Gelände eines früheren Hafenbeckens. Entlang des Rheins liegen diese unterschiedlichen Bau- und Freiräume in kurzer Folge.

Wohnstraßen und Regierungsviertel

Unterbilk und Bilk sind eigenständige Stadtteile mit jeweils eigener Ortsgeschichte. Unterbilk zählt zu den hoch verdichteten Vierteln Düsseldorfs; geschlossene Straßenzüge aus dem 19. Jahrhundert prägen noch immer den Maßstab vieler Straßen. Die Nähe zur City und zum Rhein gehört zugleich zum räumlichen Charakter. Im Regierungsviertel liegen Landtag und Ministerien. Das Stadttor erhebt sich über dem südlichen Ausgang des Rheinufertunnels und bildet einen weithin sichtbaren Orientierungspunkt an der Rheinfront.

Weiter westlich schließt der eigenständige Stadtteil Hafen an; seine frühere Handels- und heutige Mediennutzung hat eine andere Entwicklung als die Wohnstraßen Unterbilks.

Vom Berger Hafen zum Rheinpark Bilk

Das Becken des Berger Hafens wurde zugeschüttet, nachdem veränderte wirtschaftliche Anforderungen den Hafen entbehrlich gemacht hatten. Auf der gewonnenen Fläche entstanden der Landtag, der Rheinturm mit den Richtfunkeinrichtungen der Post und das Landesstudio des WDR. Der Rheinpark Bilk verbindet diese öffentlichen und technischen Bauten mit dem Ufer. Damit wurde das frühere Hafengelände zu einem zugänglichen Grünraum an der Rheinfront.

Im Park erinnern eine alte Hafenmauer und ein Hafenkran von 1894 an die frühere Nutzung. Die Relikte liegen in einer gestalteten Anlage; Auskragungen an der Mauer und aufgeweitete Plätze machen den früheren Verlauf der Hafenanlagen im heutigen Freiraum lesbar. Sichtachsen führen zu den Rundungen des Landtags, zum Rheinturm und zum Yachthafen. Der Park reicht bis zur äußersten Mole des Zollhafens. Von den Wegen eröffnen sich Einblicke in den Hafenbetrieb. Am Kran kontrastieren das mattsilberne Gestänge und die Fenster des blau gestrichenen Führerhauses mit den Pflanzen der Anlage.

Eine 50 Meter breite Landschaftsbrücke stellt die Verbindung zum Stadttor her. Entlang des Rheinufers stehen 220 Platanen in Doppelreihen. Sie werden stark beschnitten und führen damit die Gestaltung der älteren Platanenreihen an der Düsseldorfer Rheinfront fort. Der Park liegt südlich der Kniebrücke. Auf den vier Hektar Grünfläche wachsen außerdem rund 200 Pappeln, Linden, Ahorne und Eschen. Wiesen und Bäume bilden einen offenen Übergang zwischen den größeren Bauten und der Uferkante. Der Weg setzt sich zum benachbarten Stadtteil Hafen fort, wo die Bebauung des MedienHafens einen eigenen Kontrast zur Unterbilker Rheinfront bildet.

Nachbarschaft zu Bilk und Stadtbezirk 3

Bilk ist ein eigener Stadtteil mit dem alten Kern um Alt St. Martin. Bachstraße und Elisabethstraße liegen im Übergangsbereich zwischen Bilk, Unterbilk und Friedrichstadt. Für Unterbilk prägend bleiben die dichte Wohnbebauung und die Rheinfront; die Kirchen- und Ortsgeschichte Bilks gehört zum benachbarten Zentrum. Unterbilk gehört zum Stadtbezirk 3, dessen weitere Stadtteile unterschiedliche Abschnitte der südlichen Stadt zwischen Innenstadt und Rhein bilden.