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Stadtbezirk 1: Zentrum, Rhein und Kulturquartiere

Der Stadtbezirk 1 umfasst sechs sehr unterschiedliche Stadtteile: Altstadt, Carlstadt, Stadtmitte, Pempelfort, Derendorf und Golzheim. Gemeinsam bilden sie Düsseldorfs nördliche Innenstadt vom historischen Zentrum bis zum Rhein. Ein Besuch lässt sich in zwei Maßstäben planen: als kompakter Rundgang durch Altstadt, Carlstadt und Stadtmitte oder als längere Folge von Hofgarten und Pempelfort bis zu den nördlichen Grünräumen.

Altstadt und Carlstadt: Geschichte, Markt und Kultur

Am Burgplatz liegen Schlossturm, Rheinfront und die Gassen des alten Stadtkerns nahe beieinander. Rathaus und Marktplatz, die Basilika St. Lambertus und die Ratinger Straße geben einem Rundgang verschiedene historische Anker. Südlich schließt die Carlstadt mit ihrem regelmäßigen Straßennetz aus der Stadterweiterung des späten 18. Jahrhunderts an. Carlsplatz und Stadtmuseum verbinden Marktleben und Stadtgeschichte. Von der Rheinuferpromenade können Sie über den Carlsplatz und die Bilker Straße zurück in die Altstadt gehen.

Die Carlstadt ergänzt diese Stationen um Musik- und Literaturgeschichte: Robert und Clara Schumann lebten im Viertel; das Heinrich-Heine-Institut, das Marionettentheater und das Stadtmuseum liegen ebenfalls hier. Restaurierte Altbauten und erhaltenes Kopfsteinpflaster prägen die Straßen zwischen den Kulturorten. Antiquitäten- und Schmuckgeschäfte ergänzen das Angebot am Markt. So kann derselbe Abschnitt je nach Interesse als Museumsbesuch, Marktstopp oder Architekturspaziergang gestaltet werden.

Stadtmitte und Pempelfort: City und Gartenkunst

Die Königsallee und die Schadowstraße führen durch unterschiedliche Einkaufsbereiche der Stadtmitte. Schauspielhaus und Deutsche Oper am Rhein ergänzen den Citybesuch um Theater und Musik. Nördlich davon verbindet Pempelfort Grünräume mit mehreren Kulturorten: Am östlichen Rand des Hofgartens steht Schloss Jägerhof mit dem Goethe-Museum; der Malkasten bewahrt den Garten des früheren Jacobi-Besitzes. Im Ehrenhof stehen Tonhalle und Ausstellungshäuser in engem räumlichem Zusammenhang. Von dort führt der Weg durch den Hofgarten zurück in Richtung Altstadt. Wer Museen und Architektur verbinden möchte, kann diese Ziele als zusammenhängenden Spaziergang statt als einzelne Fahrten einordnen.

Derendorf und Golzheim: Friedhof, Rheinpark und Ausstellungsgeschichte

In Derendorf treffen ältere Wohnstraßen auf frühere Bahn- und Industrieflächen. Der Nordfriedhof bietet mit seinen Grabmalen, alten Bäumen und Wegen einen weitläufigen grünen Ort im Stadtteil. Weiter westlich öffnet Golzheim den Zugang zum Rhein: Der Rheinpark verbindet Uferwege mit großen Rasenflächen und Blicken über den Strom. Die Cecilienallee und die Achse zum Ehrenhof führen an repräsentativen Bauten entlang.

Für einen Rundgang mit Kultur und Stadtgeschichte passt eine Folge vom Burgplatz über Carlsplatz und Stadtmuseum bis zum Hofgarten. Wer lieber Bühnen und Cityarchitektur verbindet, beginnt an der Königsallee und geht weiter zu Schauspielhaus oder Oper. Der Ehrenhof kann daran als eigener Museums- und Konzertabschnitt anschließen; Rheinpark und Nordfriedhof bilden jeweils einen längeren Ausklang im Grünen.

Auch die Ausstellungsgeschichte prägt die nördliche Rheinfront. Die Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung von 1902, die GeSoLei für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen von 1926 und die nationalsozialistische Propagandaausstellung „Schaffendes Volk“ von 1937 prägten die Rheinfront zwischen Ehrenhof, Siedlung Golzheim und Nordpark. So lässt sich ein Weg vom Ehrenhof durch Golzheim zum Rheinpark mit einem Blick auf Düsseldorfs Ausstellungs- und Stadtentwicklungsgeschichte verbinden.