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Pempelfort: Hofgarten, Jägerhof und Ehrenhof

Pempelfort verbindet den Hofgarten mit Kunstorten, denkmalgeschützten Gärten und gründerzeitlichen Wohnstraßen nördlich der Düsseldorfer Innenstadt. Die Entwicklung als Kunst- und Gartenstadt lässt sich an einer Folge konkreter Orte ablesen: am Landschaftspark, Schloss Jägerhof, dem Malkasten-Garten und dem Ehrenhof. Zwischen diesen Anlagen liegen die Straßen und Plätze eines dicht bebauten Stadtteils.

Hofgarten: zwei unterschiedliche Parkstile

Der öffentliche Hofgarten entstand ab 1769 im Umfeld von Schloss Jägerhof. Im frühen 19. Jahrhundert erweiterte der Hofgärtner Maximilian Friedrich Weyhe die Anlage bis zum Rhein. Der ältere Teil zwischen Schloss und Wasserbassin folgt einer strengeren, französisch-klassizistischen Gestaltung: Gerade Baumreihen, gefasste Wege und klar angelegte Beete setzen dort sichtbare Ordnungen. Andere Partien sind im englischen Landschaftsstil gestaltet und wirken mit Wiesen, geschwungenen Wegen und Gehölzen freier. Die vier Baumreihen der Reitallee und die gerade gefasste Düssel an der Seufzerallee veranschaulichen die strengere Gestaltung. Der Musikpavillon und die Wiesen am Napoleonsberg liegen dagegen im landschaftlich gestalteten Parkteil. Das Wasserbassin mit dem „Jrönen Jong“ und der Landskrone-Weiher bilden unterschiedliche Wasserflächen innerhalb der Parkanlage.

Schloss Jägerhof liegt am Hofgarten und beherbergt das Goethe-Museum. Das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert setzt einen architektonischen Akzent am Übergang zwischen Park und Stadtstraßen. Der Hofgarten verbindet Schloss und Museum mit weiteren Düsseldorfer Sehenswürdigkeiten im Zentrum.

Malkasten und die Gartenkultur

Der Künstlerverein Malkasten wurde 1848 gegründet. Der denkmalgeschützte Garten geht auf Friedrich Heinrich Jacobi zurück. Im 19. Jahrhundert gehörte der Verein zum gesellschaftlichen Umfeld der Düsseldorfer Malerschule; zum Kunstleben gehörten neben Akademien und Ausstellungen auch Vereine und ihre Gärten. Die Anlage bildet einen kleinteiligen, grünen Ort zwischen Schloss Jägerhof und den größeren Straßen Pempelforts. Ihre Geschichte ergänzt die öffentliche Parkgestaltung des Hofgartens um die private und gesellige Gartenkultur des Bürgertums.

Der Ehrenhof und die GeSoLei von 1926

Der Ehrenhof entstand als Teil der GeSoLei, der Düsseldorfer Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen von 1926. Viele Ausstellungsgebäude wurden anschließend abgebaut; als Dauerbauten blieben das Ensemble am Ehrenhof, die Rheinterrasse und das Planetarium, aus dem die heutige Tonhalle hervorging. Innerhalb von etwa sechs Monaten kamen 7,5 Millionen Besucher. Die Ausstellung nahm Düsseldorfs Messegeschichte nach dem Ersten Weltkrieg wieder auf und machte den Kulturkomplex zugleich zu einem bleibenden Stück Stadtarchitektur.

Heute gruppieren sich Tonhalle, NRW-Forum und Kunstpalast um Höfe und Grünflächen. Die unterschiedlichen Häuser verbinden Konzert, Ausstellungen und Architektur auf kurzem Raum. Der Ehrenhof liegt am Übergang zwischen Pempelfort und Golzheim und führt den Blick vom innerstädtischen Park zur Rheinseite. Sein heutiges Kulturangebot ist damit in einem Ensemble untergebracht, das aus einer Großausstellung hervorging.

Wohnstraßen zwischen Park und Rhein

Abseits der großen Anlagen prägen Wohnhäuser und Geschäftsstraßen den Alltag des Stadtteils. Sie verbinden die kulturellen Orte mit dem dicht bebauten Wohnviertel. Pempelfort gehört zum Stadtbezirk 1. Nördlich schließt Golzheim mit Rheinpark und Rheinfront an; südlich liegen Carlstadt und Altstadt.