Stadtmitte: Königsallee, Schadowstraße und Bühnen
Stadtmitte verbindet die Königsallee, Schadowstraße und große Bühnen in einem kompakten Innenstadtgebiet. Die Königsallee verläuft am Stadtgraben in Nord-Süd-Richtung; die Schadowstraße führt quer durch die Einkaufszone zur östlichen City. Schadowplatz und Kö-Bogen liegen nahe dem nördlichen Ende der Königsallee, bei Schauspielhaus und Hofgarten. So treffen Geschäftsstraßen, Plätze und Kulturorte auf kurzen Wegen zusammen. Stadtmitte gehört zum Stadtbezirk 1.
Königsallee und Kö-Graben
Die Königsallee entstand im Zuge der Stadterweiterung nach der Schleifung der Befestigungen. 1804 wurde der zuvor geschlängelte Graben begradigt und mit Bäumen bepflanzt. Der Wasserlauf, die Baumreihen und die drei Brücken geben dem Boulevard bis heute seine erkennbare Gestalt. Auf beiden Seiten liegen Geschäfts- und Bürohäuser; Querungen verbinden die Fassaden mit den Wegen am Wasser. Im Norden bildet der Corneliusplatz den Übergang zum Hofgarten, südlich setzt sich die Straße in Richtung Graf-Adolf-Platz fort. Die Königsallee lässt sich deshalb als Folge aus Wasserachse, Querungen und Geschäftsstraßen erleben.
Schadowstraße und Schadowplatz
Die Schadowstraße zieht quer durch die Innenstadt und verbindet die Einkaufszone mit östlich gelegenen Straßenzügen. Der Schadowplatz öffnet sich nördlich der Einkaufsstraße zum Kö-Bogen. Der Umbau dieses Bereichs folgte auf die Wehrhahn-Linie: Mit der neuen U-Bahnverbindung verlor der ehemalige Jan-Wellem-Platz seine Rolle als zentraler Verkehrsknoten. Zugleich wurde der Autoverkehr von der früheren Hochstraße „Tausendfüßler“ in Tunnel verlagert. Der Abriss der Hochstraße im Frühjahr 2013 schuf zwischen Schadowstraße und Gustaf-Gründgens-Platz neue stadträumliche Verbindungen. Ein Weg über den Platz führt zu den öffentlichen Räumen vor dem Schauspielhaus und weiter zum Hofgarten.
Kö-Bogen und Gustaf-Gründgens-Platz
Der Bereich südlich des Gustaf-Gründgens-Platzes umfasst rund 2,15 Hektar zwischen Schauspielhaus und Dreischeibenhaus, Bleichstraße, Schadowstraße und Straßenbahntrasse. Die städtebauliche Planung zielte auf eine südliche Erweiterung des Hofgartens und eine Tallandschaft, die Blickbeziehungen zum Platz freihält. Die Planung sah drei Gebäude als Rahmen der neu geordneten Flächen vor; begrünte Dächer und Pflanzungen sollten den öffentlichen Freiraum ergänzen. Ein gläserner runder Pavillon war für Theaterkasse und Tiefgaragenzugang vorgesehen. Im Frühjahr 2014 stellten drei Architekturbüros Entwürfe vor. Der Vorschlag von ingenhoven architects erhielt die breite Zustimmung und wurde zur Grundlage der weiteren städtebaulichen Neuordnung. Der Bebauungsplan für diesen zweiten Bauabschnitt wurde 2016 beschlossen. Der Platz verbindet Schauspielhaus, Kö-Bogen und Hofgartenzugang. Für einen Rundgang wird so sichtbar, wie die Verlagerung von Verkehrsbauten neue Wege und Aufenthaltsräume in der City ermöglichte. Das nördlich der City gelegene Golzheim führt die Innenstadtfolge zum Rheinpark und zur Rheinfront fort.
Bühnen und Wege für den Abend
Das Düsseldorfer Schauspielhaus am Gustaf-Gründgens-Platz und die Deutsche Oper am Rhein nahe der Heinrich-Heine-Allee setzen unterschiedliche Kulturpunkte im Zentrum. Der Hofgarten liegt unmittelbar nördlich des Kö-Bogens; sein Wegesystem verbindet die Grünanlage mit dem Platzraum und dem Ehrenhof. Tagsüber lassen sich Kö-Graben und Schadowstraße zu einer Runde verbinden, die am Theater oder an der Oper endet. Wer den Aufenthalt verlängert, erreicht von der City aus die Altstadt und den Rhein.