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Stadtbezirk 7: Gerresheim, Grafenberg und die östlichen Höhen

Stadtbezirk 7 liegt im Osten Düsseldorfs und umfasst Gerresheim, Grafenberg, Ludenberg, Hubbelrath und Knittkuhl. Die fünf Stadtteile spannen einen Bogen vom gewachsenen Ortszentrum über Parks und Wald bis zu den höher gelegenen Landschaftsräumen am östlichen Stadtrand. Historische Plätze, Industriegeschichte und naturnahe Ziele liegen in diesem Teil Düsseldorfs nebeneinander.

Gerresheim: Stiftskirche und gewachsener Ortskern

Der Gerricusplatz bildet den Mittelpunkt des historischen Gerresheims. An seinem Rand steht die 1236 geweihte Stiftskirche St. Margareta, eine Basilika aus der Staufenzeit. Das von Gerrich gegründete Kanonissenstift ist 870 belegt; Gerrichs Tochter Regenbiert wurde die erste Äbtissin. Gerresheim entwickelte sich rund um das Stift zur Zoll- und Gerichtsstätte sowie zum Marktflecken. Das um 1182 erwähnte Gerresheimer Maß belegt die Bedeutung als Handelsort. 1368 erhielt Gerresheim den Status einer Freiheit mit stadtrechtgleichen Privilegien; seit 1390 ist eine Stadtmauer bezeugt. Die umliegenden Gassen und Altbauten bewahren den Maßstab des früheren Ortskerns. Das Rathaus geht auf das ehemalige Katharinenbergkloster zurück. Zusammen erzählen Platz, Kirche und Rathaus von Gerresheims eigenständiger Geschichte als Zentrum eines ländlich geprägten Bezirks im Düsseldorfer Osten. Auch das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude gehört zu den markanten historischen Bauten des Stadtteils.

Die Stadtgeschichte lässt sich mit dem industriellen Wandel Gerresheims verbinden. Die von Ferdinand Heye gegründete Glashütte zog Arbeiter aus verschiedenen Teilen Europas an und prägte den Ort über Generationen. Der erhaltene Glasturm und denkmalgeschützte Arbeitersiedlungen halten dieses Kapitel im Stadtbild präsent. 1909 wurde das zuvor selbstständige Gerresheim nach Düsseldorf eingemeindet; sein eigener Ortskern blieb als Zentrum des Stadtteils erkennbar.

Grafenberg: Park, Villen und Sport am Waldrand

Grafenberg liegt am Fuß des Grafenberger Waldes. Der denkmalgeschützte Ostpark und die Wokersche Villenkolonie zeigen, wie sich die Stadt im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert nach Osten erweiterte. Die Villen- und Landhausbebauung unterscheidet sich deutlich von den dichter besiedelten Straßenzügen in anderen Teilen des Stadtteils. Am Staufenplatz finden Veranstaltungen und saisonale Freiluftangebote statt. Von dort erstreckt sich entlang der Ernst-Poensgen-Allee eine Reihe von Sportstätten, die als Sportmeile bekannt ist. Borussia Düsseldorf hat hier seinen Sitz.

Ludenberg: Bachtal, Rennbahn und Wildpark

Ludenberg zieht sich entlang der Bergischen Landstraße und verbindet Wohnlagen mit einem ausgedehnten Landschaftsraum. Am Gallberg fallen die Hänge zum Rotthäuser Bachtal ab; auf der anderen Seite liegen Rennbahn und Wildpark im Grafenberger Wald. Der Wildpark zeigt heimische Tierarten. Seine Waldschule ergänzt den Besuch um Umweltbildung für Schulklassen und Kindergärten. Die Galopprennbahn Düsseldorf-Grafenberg steht für die lange Verbindung des Bezirks mit dem Pferderennsport.

Hubbelrath und Knittkuhl: Düsseldorfs östliche Höhen

Hubbelrath und Knittkuhl kamen 1975 im Zuge der kommunalen Neugliederung zu Düsseldorf. Sie bilden den östlichen und höher gelegenen Teil des Stadtgebiets. In Hubbelrath prägen das Rotthäuser und das Hubbelrather Bachtal die geschützten Landschaftsräume. Die Bergische Kaserne steht teilweise unter Denkmalschutz.

Knittkuhl wurde am 13. Februar 2014 durch Ratsbeschluss Düsseldorfs 50. Stadtteil. Die Siedlung entstand als ehemalige Soldatensiedlung und ist heute ein Wohngebiet mit aktiver Vereins- und Nachbarschaftskultur. Ihre Lage inmitten der östlichen Grünräume unterscheidet sie vom dicht bebauten Gerresheimer Zentrum.