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Galopprennbahn Grafenberg: Düsseldorfs Pferderennbahn

Die Galopprennbahn Grafenberg ist seit 1909 die Düsseldorfer Heimat des Galopprennsports. Der Düsseldorfer Reiter- und Rennverein weihte die Anlage am 15. Mai jenes Jahres im Grafenberger Wald ein. Der Kurs führt in einem Dreieck zunächst bergab und anschließend bergauf. Die Rennbahn gehört zum Stadtteil Ludenberg; Waldlage und Geländeführung prägen ihren Charakter.

Von der Rennbahn auf der Lausward nach Grafenberg

Der Verein erhielt 1906 ein Gelände im Grafenberger Wald von der Stadt. Während des dreijährigen Aufbaus der Infrastruktur wich er auf die Neusser Rennbahn aus. Mit der Eröffnung am 15. Mai 1909 erhielt Düsseldorf eine feste Galopprennbahn. 1913 wurde die Flachbahn neu gestaltet und erhielt ihre bis heute maßgebliche Linienführung. Die historischen Rennbahngebäude wurden 1986 als Beispiele der Rennbahnarchitektur vor dem Ersten Weltkrieg unter Denkmalschutz gestellt. Die Anlage entwickelte sich damit zu einem dauerhaften Veranstaltungsort für Rennen und Zucht.

Die Geschichte des Vereins reicht weiter zurück als der Grafenberger Standort. Der Reiter- und Rennverein verlegte seinen Betrieb, nachdem der Hafenausbau die ältere Rennbahn auf der Lausward beanspruchte. Das erste Düsseldorfer Pferderennen fand 1836 in der Golzheimer Heide statt und zog 10.000 Zuschauer an. 1844 gründeten Offiziere den Reiterverein, aus dem der heutige Rennverein hervorging. 1884 entstand die erste feste Vereinsrennbahn auf der Lausward. Der Wechsel in den Wald bewahrte den Rennsport in der Stadt und schuf den Standort, der mit Grafenberg verbunden ist.

Der Große Preis der Landeshauptstadt

Das Traditionsrennen „Großer Preis der Landeshauptstadt“ wird seit 1918 in Grafenberg gelaufen. Es trug früher den Namen „Großer Preis von Düsseldorf“ und fiel nur 1920, 1921 und 1945 aus. Die 106. Ausgabe fand am 4. Oktober 2026 über 1.700 Meter statt; das Gruppe-III-Rennen war mit 55.000 Euro dotiert. New Emerald gewann unter Sibylle Vogt vor Sommersby und Mala Wyska. Seit 1983 wird das Rennen regelmäßig über 1.700 Meter ausgetragen; 1918 waren es 1.400 Meter, später 2.200 beziehungsweise 2.400 Meter.

In der Siegerliste stehen bekannte Namen des deutschen Galoppsports: Nebos gewann 1980, Königsstuhl 1981 und Orofino 1982. Trainer Heinz Jentzsch siegte achtmal im Rennen; Jockey Max Schmidt gewann fünfmal.

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Sport und Familienprogramm

Renntage kombinieren den Sport mit Begleitangeboten auf dem Gelände. Beim Renntag am 4. Oktober 2026 wurden mehr als 13.000 Besucher gezählt. Neben dem Großen Preis stand der 40. Große Sparkassen-Familien-Cup auf dem Programm, den Tulpar gewann. Rennbahnführungen und eine Live-Übertragung des Prix de l’Arc de Triomphe aus Paris ergänzten den Renntag. Die nächste Saisoneröffnung ist für den 21. März 2027 angekündigt.

Auch die „Perlenkette“ gehört zu den Düsseldorfer Renntraditionen. Die 1961 begründete Rennserie fördert Rennreiterinnen. Nach dem Wechsel von der Neusser zur Düsseldorfer Rennbahn wurde sie 2024 als „Perlenkette der Brauksiepe Goldschmiedemanufaktur“ wieder aufgenommen. Wertungsläufe wurden zum Saisonauftakt, zum Henkel-Renntag und zum Saisonabschluss angesetzt; neben Profis können lizenzierte Amateurreiterinnen teilnehmen.

Der Preis der Diana

Der Henkel-Preis der Diana wird seit 2006 in Düsseldorf ausgetragen. Zuvor lag das Stutenrennen jahrzehntelang in Mülheim an der Ruhr und 2004 sowie 2005 in Hamburg. 2010 gewann Enora unter Terry Hellier für Trainer Torsten Mundry. Die Renntage verbinden damit die Geschichte des Grafenberger Standorts mit einem deutschen Galoppklassiker. Für einen Aufenthalt rund um die Rennbahn können Sie über die Unterkunftssuche für Düsseldorf eine Übernachtung auswählen.

Ein Besuch der Rennbahn lässt sich mit einem Spaziergang im Wildpark im Grafenberger Wald verbinden. Weitere Stationen der Stadtentwicklung zeigt die Geschichte Düsseldorfs.