Hubbelrath: St. Cäcilia und die Bachtäler
Hubbelrath liegt am östlichen Rand Düsseldorfs. Der Stadtteil verbindet den alten Ortskern um St. Cäcilia mit den Landschaftsräumen am Rotthäuser und Hubbelrather Bachtal. Die Pfarrkirche steht an der Dorfstraße 5 und gibt dem Ortskern einen klaren Mittelpunkt. Beide Bachtäler sind als Natur- und Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen und gehören zu den prägenden Freiräumen im Düsseldorfer Osten.
St. Cäcilia und der Ortskern
St. Cäcilia gehört zur katholischen Kirchengemeinde St. Margareta. Die Gemeinde führt die Kirche unter ihrer Anschrift Dorfstraße 5 in Düsseldorf-Hubbelrath. Damit ist die Kirche auch ein genauer Bezugspunkt für den historischen Ortskern. Hubbelrath liegt im Stadtbezirk 7, dessen Gebiet neben mehreren östlichen Stadtteilen auch die benachbarten Orte Knittkuhl und Ludenberg umfasst. Die Lage im äußersten Osten der Stadt prägt den Übergang von den bebauten Quartieren zu den offenen Landschaftsräumen.
Die kommunale Neuordnung von 1975
Die heutige Zugehörigkeit Hubbelraths zu Düsseldorf geht auf die kommunale Neugliederung von 1975 zurück. Damals wurde das Amt Hubbelrath aufgelöst; seine Gemeinden wurden Düsseldorf, Ratingen und Mettmann zugeordnet. Hubbelrath und Knittkuhl kamen zur Landeshauptstadt. Die heutige Stadtteilgrenze ist daher jünger als die Verwaltungsgeschichte des früheren Amts: Dessen Gebiet reichte über die Grenzen Düsseldorfs hinaus. Die Geschichte des früheren Amts verbindet den Dorfkern mit der Verwaltungsentwicklung im östlichen Umland Düsseldorfs.
Höhen und Lebensräume am Hubbelrather Bachtal
Das Hubbelrather Bachtal ist ein rund 70 Hektar großes Naturschutzgebiet. Seine Hochlagen reichen bis etwa 140 Meter über dem Meeresspiegel; der östlich des Schutzgebiets gelegene Sandberg ist mit rund 170 Metern die höchste Erhebung Düsseldorfs. Der Bach und seine Seitenzuflüsse haben sich tief in das Gelände eingeschnitten. Die steilen Seitentäler werden im Bergischen Land Siepen genannt. So erklärt die Form des Geländes den Wechsel zwischen offenen Talflächen und bewaldeten Hängen.
Die westliche Talseite fällt vergleichsweise flach zur Talsohle ab und wird landwirtschaftlich genutzt. Auf der östlichen Seite sind die Hänge steiler und stärker bewaldet. Feuchtwiesen, Kleingewässer und Buchenwälder bilden unterschiedliche Lebensräume; die Stadt nennt 55 Vogelarten, die im Gebiet leben. An ehemaligen Steinbruchwänden ist stellenweise Tonschiefer aus dem Devon sichtbar. Diese geologischen Schichten reichen rund 400 Millionen Jahre zurück und machen die Entstehung des Bergischen Landschaftsraums am Bach anschaulich. Die Kombination aus Relief, Feuchtflächen und Wald unterscheidet das Bachtal von einer einheitlichen Grünfläche.
Rotthäuser Bachtal und geschützte Landschaft
Auch das Rotthäuser Bachtal besitzt eine abwechslungsreiche Abfolge aus Wasser, Feuchtbiotopen, Fischteichen, Schilfflächen und Wäldern. An den Hängen wechseln sich flachere, landwirtschaftlich genutzte Bereiche mit steilen, von Erosionsrinnen geprägten Abschnitten ab. Die Teiche gehen auf die Karpfenzucht zurück; mehrere wurden von der Stadt naturnah umgebaut. Das Tal setzt sich jenseits der Düsseldorfer Stadtgrenze im Naturschutzgebiet Morper Bachtal fort. Beide Gebiete bilden gemeinsam einen Baustein des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000.
Die Nachbarstadtteile Knittkuhl und Ludenberg gehören wie Hubbelrath zum Stadtbezirk 7. Knittkuhl teilt mit Hubbelrath die Eingliederung nach Düsseldorf im Jahr 1975. Ludenberg grenzt mit den Hängen am Rotthäuser Bachtal an den Landschaftsraum, die fünf Stadtteile des Bezirks umfassen sowohl historische Ortskerne als auch jüngere Wohngebiete. Auf diese Weise lassen sich Ortskern, Verwaltungsentwicklung und die beiden geschützten Bachtäler als unterschiedliche Facetten Hubbelraths einordnen.