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Knittkuhl: Düsseldorfs jüngster Stadtteil

Knittkuhl liegt am östlichen Rand Düsseldorfs und gehört zum Stadtbezirk 7. Der Stadtteil geht auf eine ehemalige Soldatensiedlung zurück und erhielt 2014 einen eigenen Stadtteilstatus. Sein heutiges Profil verbindet ein Wohngebiet, aktive Vereinskultur und die Landschaft des östlichen Stadtrands. Die Siedlungsgeschichte macht Knittkuhl zu einem Beispiel für Düsseldorfs jüngere Entwicklung.

Vom Amt Hubbelrath zum Stadtteil Düsseldorf

Die kommunale Neugliederung von 1975 veränderte die politische Zuordnung im Osten Düsseldorfs. Das Amt Hubbelrath wurde aufgelöst; Hubbelrath und Knittkuhl kamen zu Düsseldorf, während andere Gemeinden des Amtes den Städten Ratingen und Mettmann zugeteilt wurden. Knittkuhl wurde zunächst innerhalb des neu eingegliederten Gebiets verwaltet. Am 13. Februar 2014 erhob der Düsseldorfer Stadtrat den Ort per Ratsbeschluss zum 50. Stadtteil der Landeshauptstadt. Diese Stationen erklären den heutigen Verwaltungsrahmen eines Wohnorts, dessen Siedlungsentwicklung eng mit der früheren Bundeswehrnutzung verbunden ist.

Die Bundeswehrsiedlung der frühen 1960er Jahre

Knittkuhl umfasst ehemalige Dienstwohnungen der Bundeswehr. Die Siedlung wurde Anfang der 1960er Jahre zunächst als Bundeswehrsiedlung errichtet. Ihre Bebauung umfasst Ein- und Mehrfamilienhäuser; der Stadtteil ist ein Wohngebiet in ländlicher Lage. Diese konkrete Bauphase gibt dem Ort ein anderes Entstehungsprofil als den älteren Ortskernen des Bezirks: Knittkuhl entwickelte sich als zusammenhängendes Wohnquartier. Die Knittkuhler Straße bildet die östliche Begrenzung des Stadtteils; nördlich liegt die Ratinger Stadtgrenze, westlich und südlich schließen landwirtschaftlich genutzte Flächen an.

Vereinsleben und Zusammenhalt

Zum sozialen Leben gehören eine generationenübergreifende Gemeinschaft, Angebote für verschiedene Altersgruppen und eine aktive Vereinskultur. Diese Merkmale ergänzen die bauliche Geschichte um den sozialen Alltag des Wohnorts: Die lokale Identität ist eng mit den Vereinen und dem Zusammenleben der Generationen verbunden. Knittkuhl erscheint dadurch als gewachsene Gemeinschaft in einer vergleichsweise jungen Siedlung, deren eigener Stadtteilstatus die Zugehörigkeit auch in der kommunalen Gliederung sichtbar macht.

Vereinsheim am Püttkamp

Ein benannter Treffpunkt im Quartier ist das Vereinsheim des SSV Knittkuhl an der Straße Am Püttkamp 9. Für den 15. Juni 2026 kündigte die Stadt dort einen Abend ihrer Geschichtsreihe über den Stadtbezirk 7 an. Zu den Themen gehörten der frühere Streit um den Segelflugplatz und das Engagement der Gemeinschaftsgrundschule Knittkuhl.

Wohnquartier und Landschaft am Stadtrand

Grün- und Freiflächen prägen die Umgebung des ländlich gelegenen Stadtteils. In der unmittelbaren Umgebung liegen ein Segelflugplatz, ein Golfplatz und ein Truppenübungsgelände. Die Landschaftsschutzgebiete am Rotthäuser und Hubbelrather Bachtal befinden sich im benachbarten Hubbelrath und bilden weitere Naherholungsräume des östlichen Bezirks.

Knittkuhl im Zusammenhang des Stadtbezirks 7

Ein Blick auf die Nachbarstadtteile ordnet Knittkuhls jüngere Siedlungsgeschichte in die Vielfalt des Bezirks ein. Die Nachbarschaft zu Hubbelrath führt zu den Bachtälern und zur Bergischen Kaserne. Gerresheim besitzt einen historischen Ortskern rund um Gerricusplatz und Stiftskirche; seine Glashüttengeschichte steht für eine andere Zeitschicht. Die Ortsgeschichte Gerresheims ergänzt damit den jungen Siedlungsort um den mittelalterlich geprägten Kern. Die Übersicht des Stadtbezirks 7 verbindet diese unterschiedlichen Orte und Landschaften. Knittkuhl selbst ist vor allem durch seine Bundeswehrsiedlung, den eigenen Stadtteilstatus und seine offene Randlage charakterisiert.