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Wildpark im Grafenberger Wald: Tiere und Besuch

Der Wildpark liegt im Grafenberger Wald an der Rennbahnstraße 60. Auf rund 40 Hektar leben heimische Wildtiere in weitläufigen Gehegen; der Eintritt ist frei. Rothirsche, Damwild, Rehe, Mufflons und Wildschweine gehören ebenso zu den Bewohnern wie Füchse, Iltisse, Wildkatzen und Waschbären. Die Tiere bewegen sich in naturnahen Bereichen und zeigen sich nach ihrem eigenen Rhythmus. Für einen Besuch lohnt es sich, Zeit für den Weg zwischen den Gehegen einzuplanen und die Tiere ruhig zu beobachten.

Vom ersten Wildgehege zum heutigen Park

1927 richtete die Stadt im Grafenberger Wald auf zehn Hektar ein erstes Wildgehege für Dam- und Rehwild ein. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Anlage 1944 geschlossen. 1952 öffnete sie nach einer Erweiterung auf 30 Hektar wieder. Heute umfasst der Wildpark 40 Hektar und verbindet Tierbeobachtung mit einem Spaziergang durch den Wald. Seine Lage im zusammenhängenden Grün des Grafenberger Waldes prägt den Besuch: Zwischen den Gehegen führen Wege durch den Baumbestand, während die Tierbereiche eigene Lebensräume bilden.

Tiere beobachten und füttern

Rotwild, Damwild, Wildschweine und Mufflons dürfen mit dem Futter aus dem Automaten sowie mit selbst mitgebrachten Äpfeln und Karotten gefüttert werden. Ein Becher Parkfutter kostet einen Euro; der Automat nimmt Ein-Euro-Münzen. Die Fütterungshinweise an den jeweiligen Gehegen geben vor, welche Menge passend ist. Im Damwild-Freigehege können die Tiere aus größerer Nähe zu sehen sein. Ruhiges Stehenbleiben und Abstand lassen den Tieren Raum für ihr natürliches Verhalten. Hunde sind im Wildpark auch angeleint nicht zugelassen.

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Waldschule und Naturbildung

Mitten im Park arbeitet die Waldschule als außerschulischer Lernort für Kindertagesstätten und Schulklassen bis zur Sekundarstufe II. Seit 1995 vermittelt sie Naturerfahrungen und Umweltbildung. Das 2019 eröffnete Schulgebäude dient dem Bildungsprogramm; das ursprüngliche Blockhaus mit Dauerausstellung bleibt für Besucherinnen und Besucher des Wildparks zugänglich. So ergänzt das Lernen über Wald und Artenvielfalt die unmittelbare Beobachtung an den Gehegen. Die Waldschule macht den Park auch zu einem Ort, an dem Kinder und Jugendliche ökologische Zusammenhänge direkt in der Landschaft erkunden können.

Anreise und saisonale Besuchsplanung

Die Straßenbahnlinien U73, U83 und 709 fahren zur Haltestelle „Auf der Hardt“; von dort führt ein Fußweg von etwa 15 Minuten zum Eingang. Der große gebührenfreie Parkplatz liegt an der Rennbahnstraße. Ab dem 2. November 2026 bleibt der Wildpark montags geschlossen; dienstags bis sonntags ist er geöffnet. Der Park öffnet an seinen Besuchstagen um 9 Uhr. Die Schließzeit wechselt mit der Saison: Zwischen Mitte Januar und Mitte Februar endet der Besuch um 17 Uhr, im Frühjahr um 18 Uhr, ab Beginn der Sommerzeit bis Ende September um 19 Uhr und ab Oktober zunächst um 18 Uhr. Mit Beginn der Winterzeit schließt der Park um 17 Uhr; vom 2. Dezember bis zum 14. Januar endet der Besuch bereits um 16 Uhr.

Der Park ist ein eigenständiges Ziel für Tierbeobachtung und zugleich Ausgangspunkt für einen längeren Aufenthalt im Grünen. Wege im Düsseldorfer Stadtwald schließen unmittelbar an den Wildpark an. Zur Natur und Erholung in Düsseldorf gehören außerdem Rheinauen und Feuchtgebiete; das Rotthäuser Bachtal ergänzt Waldspaziergänge um Bachläufe und Feuchtbiotope.