Hofgarten Düsseldorf: Wege, Denkmäler und Zugänge
Der Hofgarten verbindet Altstadt, Königsallee und Pempelfort mit einem Netz aus Alleen, Wiesen, Wasserläufen und Querwegen. Für einen kurzen Aufenthalt bietet sich eine Passage entlang der Düssel und des Bassins mit dem „Jrönen Jong“ an; wer mehr Zeit hat, kann bis zum Landskronen-Weiher oder weiter zum Ehrenhof gehen. Die Wege erschließen dabei sehr unterschiedliche Gartenräume: gerade, repräsentative Alleen wechseln mit offenen Wiesen und geschwungenen Uferlinien.
Vom öffentlichen Spaziergarten zum innerstädtischen Park
Der älteste Teil entstand im 18. Jahrhundert vor Schloss Jägerhof. Kurfürst Carl Theodor ließ den Garten als öffentlichen Spaziergang für die Einwohnerschaft anlegen. Anfang des 19. Jahrhunderts erweiterte der Landschaftsarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe die Anlage in zwei Abschnitten bis zum Rhein. Der heute rund 27 Hektar große Park ist damit aus einer frühen Grünanlage am damaligen Stadtrand hervorgegangen und liegt inzwischen mitten in der Innenstadt.
Die Entwicklung lässt sich auch an den Gestaltungsformen ablesen. Zwischen Schloss Jägerhof und dem Wasserbassin mit dem „Jrönen Jong“ liegt der ältere, französisch-klassizistisch geprägte Teil. Die Reitallee mit ihren vier Baumreihen setzt eine klare Blickachse. Andere Bereiche folgen stärker dem englischen Landschaftsstil: Wege führen zwischen Wiesen, Einzelbäumen und Wasserflächen, statt den Blick auf eine einzige Mittelachse auszurichten. Beide Gestaltungen liegen dicht beieinander und machen die Geschichte des Parks beim Gehen erfahrbar.
Wege nach Ausgangspunkt und gewünschter Länge wählen
Aus der Altstadt führt der Weg nach Norden in den Hofgarten. Von der Königsallee führt der Weg an der Landskrone in den Park; rund um die Landskrone und die Düssel gibt es Querungen zwischen den Parkbereichen. Wer mit Schloss Jägerhof beginnen möchte, orientiert sich am Schloss im östlichen Parkteil und kann von dort über die Reitallee Richtung Innenstadt gehen. Für einen kürzeren Rundgang genügt eine Strecke zwischen Bassin, Düssel und den offenen Wiesen; ein längerer Spaziergang kann die nördliche Parkseite und den Übergang zum Ehrenhof aufnehmen.
Die Orientierung verändert sich unterwegs: Am Bassin und an der Reitallee geben gerade Linien die Richtung vor, während die Wege am Landskronen-Weiher dem Wasserlauf und den Ufern folgen. Die Düssel bildet im östlichen Teil einen weiteren Bezugspunkt. Dadurch eignen sich die Querwege sowohl für eine Durchquerung zwischen Innenstadtbereichen als auch für einen Aufenthalt, bei dem einzelne Gartenräume nacheinander besucht werden. Der Überblick zu Parks in Düsseldorf zeigt weitere Anlagen für einen eigenen Grünspaziergang.
Wasser, Alleen und bekannte Parkzeichen
Zu den markanten Orientierungspunkten gehört der „Jröne Jong“ am Wasserbassin. Die Reitallee führt mit vier Baumreihen durch den streng gestalteten Teil. In den landschaftlich geprägten Partien geben der Napoleonsberg und der Landskronen-Weiher Namen und Richtung; am Musikpavillon öffnet sich der Park zu einer Veranstaltungsfläche. Städtische Angaben nennen rund 2.000 Bäume, von denen viele im nördlichen Bereich stehen. Alte Einzelbäume und offene Wiesen bilden dort einen fast waldartigen Abschnitt, während die Wasserflächen einen Gegenpol zu den breiten Rasenräumen setzen.
Der Hofgarten liegt im Stadtteil Pempelfort und bildet mit Schloss Jägerhof und Ehrenhof wichtige Bezugspunkte des Quartiers. Der Stadtteilüberblick Pempelfort: Hofgarten, Jägerhof und Ehrenhof ergänzt die räumliche Einordnung. Für einen Spaziergang über den Park hinaus führt die Route vom Hofgarten zum Ehrenhof weiter. Wer weitere zentrale Orte in die Tagesplanung aufnehmen möchte, findet sie in der Übersicht Düsseldorfs Sehenswürdigkeiten.