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1. Mai 2008 - Hofgarten

Der 1. Mai ist nicht nur Feiertag - er ist vor allem auch der Tag, an dem sich die Menschen in Deutschland daran erinnern, dass soziale Gerechtigkeit niemals von den Mächtigen verschenkt wurde, sondern immer erkämpft werden musste. Der 1. Mai in Düsseldorf ist immer eine Mischung aus politischer Kundgebung und geselligem Volksfest. Der Rheinländer kann halt nicht nur ernst demonstrieren - die Gemeinschaft sucht auch das gemeinsame Fest.

Am 1. Mai in Düsseldorf geht man in den Hofgarten. Man findet eines der schönen Düsseldorfer Familienfeste. Wir schreiben dies nicht ohne Respekt für den 1. Mai als Tag der Arbeit und die auch in Düsseldorf obligatorische 1.-Mai-Demonstration. Die Organisationen, die diese Demonstrationen tragen, sind auch diejenigen, die die vielen Informations- und Geselligkeitsangebote auf dem „Festival des kleinen Mannes“ auf der Jägerhofallee gestalten. Vom Klettertraining über die Hüpfburg für die Kinder bis zum Altbierstand für den Vater (der am 1. Mai 2008 auch gleichzeitig Vatertag feierte) wird ein reichhaltiges Angebot organisiert. Neben der Geselligkeit steht hier die politische Information der vielen Düsseldorfer Organisationen und Verbände im Vordergrund, die sich mit den Themen zur internationalen Solidarität, Bürgerrechten und natürlich den aktuellen Gewerkschaftsthemen befassen. Auch 2008 ist dabei ein Trend zu erkennen: Die Gewerkschaften selber zeigen immer weniger Präsenz – Träger der Veranstaltung werden immer mehr kleinere Organisationen mit oftmals sehr speziellen Themenbereichen. Trotzdem ein Muss für all diejenigen, die sich zum ersten Mai in Düsseldorf aufhalten.

1. Mai Düsseldorf Das Volksfest im Hofgarten ist in jedem Jahr der Abschluss der 1. Mai Kundgebungen. Neben der politischen Aussge ist das Fest auch wichtiger Treffpunkt alter Streiter und solcher, die auf diese Weise am 1. Mai teilnehmen. Foto: Markus Lenk

Fotos vom Hofgarten-Fest am 1. Mai kann man praktisch in jedem Jahr machen - und man wird viele gleiche Gesichter finden. Hier, beim Feiern, zeigt sich das Gemeinschaftsgefühl der Düsseldorfer weit eher als Gegensätze, die in den politischen Diskussionen zutage kommen könnten.