Geschichte des Flughafen Düsseldorf

Flughafen Düsseldorf Der Flughafen Düsseldorf besteht seit 1927.
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Der Zeppelin "Z3" landete am 19. September 1909 auf der Golzheimer Heide. Einen "Flughafen Düsseldorf" gab es damals noch nicht. Wahrscheinlich hätte sich so etwas auch niemand vorstellen können.

70% aller Flugpassagiere Nordrhein-Westfalens starten und landen heute in Düsseldorf. Der Einzugsbereich liegt aber weit über NRW hinaus. Düsseldorf hat sich zum drittgrößten deutschen Flughafen (nach dem Flughafen in Frankfurt und dem Münchner Flughafen) "gemausert" und gehört zu den großen Drehkreuzen in Europa.

Flughafen Geschichte seit 1927

Der Düsseldorfer Flughafen hat eine fast 100-jährige Geschichte

1927
Oberbürgermeister Robert Lehr eröffnet am 19. April 1927 den Flughafen Düsseldorf. Eigner sind die Rheinische Bahngesellschaft und die Stadt Düsseldorf.

1928
Die erste deutsche Kunstflugmeisterschaft wird auf dem Lohausener Flughafen ausgetragen.

1933
Das Abfertigungszentrum wird um ein befestigtes Hallenvorfeld erweitert.

1934
Neue Peil- und Sendestation der Flugsicherung.

1936
Die Luftwaffe errichtet einen Fliegerhorst auf dem Flughafengelände.

1939
Am 3. September übernimmt die Luftwaffe den Flughafen. Der zivile Luftverkehr wird eingestellt.

1943
Ab 1943 ist der Militärflughafen in Düsseldorf Ziel Aliierter Bombenangriffe.

1945
Am 18. April 1945 befreien US-Truppen auch das Flughafenareal und übergeben es der Royal Air Force.

1949
Im März wird der Flughafen Düsseldorf nach etwa einjähriger Instandsetzungszeit auf Beschluss der britischen Militärregierung wieder für die zivile Luftfahrt in Betrieb genommen.

1950
Am 1. Dezember übergeben die Briten die Flughafengesellschaft in deutsche Verwaltung. Eigentümer werden das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Düsseldorf zu je 50%.

1952
Die Hauptstart- und Landebahn wird auf 2.475 Meter Länge erweitert. Erforderliche Rollwege und Vorfeldflächen werden eingerichtet. Über 120.000 Fluggäste fliegen ab Düsseldorf.

1955
Die Bundesrepublik Deutschland erhält mit den "Pariser Verträgen" im Mai ihre Souveränität und Lufthoheit zurück. Bernard A. Dromgolle gründet die "Lufttransport Union" (LTU).

1956
Am 6. Juli landet das erste Strahlenflugzeug auf dem Flughafen Düsseldorf.

1963
Die Genehmigung zum Bau einer zweiten Start- und Landebahn wird beantragt.

1964
Die Flughafen Düsseldorf GmbH erteilt einen Planungsauftrag für eine erweiterte Abfertigungsanlage. Die Zahl der Passagiere steigt auf 1.430.000.

1965
Im sog. "Angerland Vergleich" wird der Generalausbauplan des Flughafens als Endausbauzustand festgelegt.

1969
Der Grundstein für die neue Abfertigungsanlage wird gelegt. Die Bauarbeiten zur Verlängerung der Hauptstart- und Landebahn auf 3.000 Meter sind nun abgeschlossen. Der Flughafen Düsseldorf zählt 2,9 Millionen Fluggäste.

1970
Der Nachtluftpostverkehr wird aus Lärmschutzgründen eingestellt

1973
Nach dreijähriger Bauzeit werden das neue Zentralgebäude und der Flugsteig B eröffnet.

1975
Im Oktober wird die S-Bahnstrecke vom Hauptbahnhof zum unteirdischen S- Bahnhof "Düsseldorf-Flughafen" eröffnet.

1977
Auf Antrag der Flughafengesellschaft wird im Juni das Planfeststellungsverfahren für die Parallelbahn eingeleitet.

1986
Am 24. Juni verkündet das Verwaltungsgericht Düsseldorf das erstinstanzliche Urteil gegen den Planfeststellungsbeschluß zum Bau und Betrieb einer parallelen Start- und Landebahn. Dieses Urteil führt zu der Billigung einer reinen Ersatzbahn, die jedoch nicht in Spitzenzeiten zu einer schnelleren Abfertigung des Luftverkehrs genutzt werden darf.

1992
Mit 12.274.348 Passagieren verzeichnet die Flughafengesellschaft einen Zuwachs von 8,5%. Die Zahl der Flugbewegungen steigt um 5,9%. Die Flughafengesellschaft beantragt eine Lärmkontingentierung und somit eine anderweitige Regelung zur Begrenzung der Fluglärmbelastung.

1996
Am 11. April kommt es zu einem tragischen Brandunglück am Flughafen Düsseldorf. 17 Menschen verlieren ihr Leben, zahlreiche werden verletzt. Es entsteht ein Sachschaden in dreistelliger Millionenhöhe. Das Abfertigungsgebäude ist nicht mehr nutzbar.

1997
Im Dezember verkauft der Anteilseigner Land Nordrhein-Westfalen seine Anteile an der Flughafengesellschaft an die Airport Partners GmbH, bestehend aus Hochtief Projektentwicklung und Aer Rianta.
Am östlichen Rand des Flughafengeländes beginnen die Bauarbeiten für den neuen Fernbahnhof.

1998
Im April geht der neue Flugsteig A wieder in Betrieb. Aus dem alten "Rhein-Ruhr Flughafen" wird "Düsseldorf International".

1999
Am 17. März wird der Grundstein für den "airport 2000 plus" gelegt. Im selben Monat beginnen die Rohbauarbeiten.

2000
Am 28. Mai geht der neue Bahnhof "Düsseldorf Flughafen" in Betrieb.
Im September erhält der Flughafen Düsseldorf die Genehmigung zur Nutzung der Einbahnkapazität. Diese veränderte Genehmigungslage ermöglicht dem Airport rund 25.000 zusätzliche Flugbewegungen (insgesamt 120.650).
Bis zum Jahresende fliegen 16,03 Millionen Fluggäste ab Düsseldorf.

2001
Im Januar nimmt die Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH ihre Geschäfte auf. An der neuen Frachtfirma sind die Flughafen Düsseldorf GmbH und das Logistikunternehmen D.Logistics AG, Hofheim, zu jeweils 50% beteiligt.
Am 1. Juli geht das neue Terminalgebäude in Betrieb. Erstmals nach dem Brand im April 1996 starten alle Flüge von einem Terminal und kommen auch dort wieder an.

2004
Grundsteinlegung für "Airport City" - mit einer neuen Tiefgarage wird der "Anchor" für einen attraktiven Businespark in absoluter Flughafennähe gelegt.

Foto: M. Lenk

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