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Race of Champions in der Düsseldorfer Arena: Rückblick 2010–2011

Das Race of Champions bestritt in Düsseldorf zwei Ausgaben: am 27. und 28. November 2010 sowie am 3. und 4. Dezember 2011. Zusammen ergaben sich vier Veranstaltungstage. Schauplatz war die Esprit-Arena, in der ein eigens angelegter Parallelkurs direkte Duelle auf zwei Bahnen ermöglichte. Zum Programm gehörten der Einzelwettbewerb und der Nations Cup mit nationalen Fahrerduos.

Einzelduelle und Nationenwertung

2010 gewann Filipe Albuquerque den Einzelwettbewerb im Finale gegen Sébastien Loeb. Andy Priaulx und Sebastian Vettel standen ebenfalls im Halbfinale. Im Nations Cup setzten sich Michael Schumacher und Vettel für Deutschland gegen Andy Priaulx und Jason Plato aus Großbritannien durch.

Ein Jahr später erreichte Sébastien Ogier das Finale und schlug dort Tom Kristensen. Martin Tomczyk und Michael Schumacher gehörten zu den Halbfinalisten. Im Nations Cup verteidigten Schumacher und Vettel den deutschen Sieg gegen das nordische Duo Tom Kristensen und Juho Hänninen. Unter den 2011 gemeldeten Fahrern waren außerdem Jenson Button, David Coulthard, Mattias Ekström, Romain Grosjean und Timo Glock. Das Starterfeld verband Formel 1, Rallye-WM, DTM, Langstrecke und Freestyle-Motorsport. Jan Kopecký erzielte im Nations-Cup-Gruppenlauf gegen den späteren Einzelsieger Ogier die zweitschnellste Zeit; Niederlagen gegen Ekström und Martin Tomczyk beendeten seinen Lauf vor den Play-offs. ROC Legends gewann Heinz-Harald Frentzen vor Marc Duez. Das Einzelturnier lief 2011 über Viertelfinale und Halbfinale: Ogier setzte sich gegen Andy Priaulx durch, Tomczyk gegen David Coulthard, Schumacher gegen Vettel und Kristensen gegen Jenson Button.

Die Stadtchronik beziffert das Publikum 2010 auf rund 60.000 Menschen und 2011 auf rund 65.000. Ein Trainingsbericht vom November 2010 nennt neben Vettel unter anderem Carl Edwards, Mick Doohan, Travis Pastrana, Jason Plato und Tanner Foust auf dem Kurs. Vettel fuhr im KTM X-Bow geradeaus durch eine Streckenbarriere und landete im Kiesbett. In einer ersten Übungsgruppe testeten Alain Prost, Heikki Kovalainen, Tom Kristensen und Andy Priaulx den Audi R8 LMS, ROC Car und FJ-Rennwagen. Tom Kristensen sagte, die Fahrer erfuhren mitunter erst fünf Minuten vor einem Lauf, welches Auto sie fahren würden.

Vor dem Wochenende 2011 fanden am 2. Dezember erste Trainingsrunden statt. Die Fahrer probierten unter anderem den Audi R8 LMS, den Škoda Fabia S2000 und den KTM X-Bow aus. Timo Glock sagte, in jedem Wagen blieben ihm nur zwei Übungsrunden, um sich auf dessen Verhalten einzustellen. Der Nations Cup war für Samstag, der Einzelwettbewerb für Sonntag angesetzt.

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Die Arena als Rennort

Die Esprit-Arena hatte ein schließbares Dach und ließ sich rasch verdunkeln. Das ermöglichte den Aufbau einer überdachten Strecke auf dem Spielfeld; die Stadtchronik führt beide ROC-Wochenenden dort als Veranstaltungsort. Auf dem Parallelkurs traten Fahrer paarweise in baugleichen Autos gegeneinander an. Die Fahrer wechselten zwischen den Läufen Bahnen und Fahrzeuge und traten so unter vergleichbaren Bedingungen gegeneinander an. Das K.-o.-Format verdichtete die Veranstaltung: Nach den Gruppenläufen führten die Duelle über Viertel- und Halbfinale ins Finale.

Das ROC begann 1988 am Circuit de Linas-Montlhéry bei Paris; Juha Kankkunen gewann das Finale gegen Timo Salonen. Michèle Mouton und Fredrik Johnsson gründeten die Veranstaltung, 1999 kam der Nations Cup hinzu. Nach 2011 wechselte das Race of Champions 2012 nach Bangkok.

Die Arena ist zugleich die Heimspielstätte von Fortuna Düsseldorf. Für einen Veranstaltungsbesuch bietet die Unterkunftsübersicht Düsseldorf eine Orientierung nach Stadtlage.