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Club 3001 Düsseldorf: Geschichte von 2002 bis 2012

Eröffnung als neues Clubhaus im Medienhafen

Das 3001 gehörte zu den bekanntesten Clubs des Düsseldorfer Medienhafens. Seine Geschichte begann 2002 in einem Quartier, das damals noch sichtbar zwischen Hafenbetrieb, neuen Bürohäusern und Kultur- und Veranstaltungsorten im Wandel stand. Am 24. November 2002 beschrieb die Welt am Sonntag den Club als erst vier Wochen alte, dreigeschossige Veranstaltungshalle mit rund 2.000 Quadratmetern Fläche. Das Haus sollte an das Düsseldorfer Nachtleben der 1970er- und 1980er-Jahre anknüpfen und zugleich einen neuen Anziehungspunkt im Medienhafen schaffen.

Betreiber, Name und musikalische Entwicklung

Das Musikprofil verlagerte sich im Lauf der Jahre zur elektronischen Tanzmusik. In ihrer Abschiedsmitteilung von 2012 erinnerten die Betreiber an Auftritte von Steve Angello und Axwell sowie an die späteren Veranstaltungen mit Boys Noize, Diplo und 2manyDJs. Auch Laurent Garnier, Carl Cox, DJ Mehdi und Erick Morillo gehörten zu den genannten Gästen. Internationale DJs und wechselnde Veranstaltungsreihen prägten damit die spätere Clubphase.

Als Betreiber nannte die Zeitung Rainer Wengenroth, Jochen Hülder und Bernhard Lewkowicz. Hülder war als Manager der Toten Hosen bekannt; Lewkowicz arbeitete als Konzertveranstalter. Das Trio brachte damit unterschiedliche Erfahrungen aus Clubbetrieb, Musikmanagement und Liveveranstaltungen zusammen. Die Bezeichnung „3001“ ging laut dem Bericht auf eine Namensfolge zurück: Bei Planungsbeginn 1998 lautete der Arbeitstitel „2001“. Weil dieses Jahr bereits vor der Eröffnung erreicht war, wurde daraus „3001“. Die Zahl wurde zum prägenden Erkennungszeichen des Hauses.

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Eine wandelbare Veranstaltungshalle

Im Inneren bot die Halle Platz für rund 2.000 Gäste. Galerien im ersten Stock umgaben die Tanzfläche, Lounge-Bereiche ergänzten den großen Raum. Die Einrichtung war beweglich: Aus der Tanzfläche konnte ein Konzertsaal werden, einzelne Elemente ließen sich zu einem Laufsteg zusammenstellen. Projektionen bezogen die Wände ein und gehörten zum visuellen Konzept. Das Haus verband damit Clubnächte, Konzerte und Modeveranstaltungen in einer wandelbaren Halle. Unterschiedliche Publikumsformate konnten so an wechselnden Abenden denselben flexibel eingerichteten Raum nutzen.

Geburtstage und das Ende nach rund zehn Jahren

Eine Meldung aus dem Jahr 2008 hielt den sechsten Geburtstag des Clubs fest und verortete ihn an der Franziusstraße im Medienhafen. Sie kündigte zwei Geburtstagspartys an und zeigt, dass das 3001 zu diesem Zeitpunkt als etablierter Bestandteil des Düsseldorfer Nachtlebens wahrgenommen wurde. Die damalige Adresse lautete Franziusstraße 7.

Im April 2012 veröffentlichten die Betreiber ihre Abschiedsmitteilung. Das Final Closing kündigten sie für den 27. Mai 2012 an. Ein Bericht vom August bestätigte die Schließung Ende Mai. Als Grund nannten die Betreiber, dass sich die ambitionierten Ansprüche des Clubs nicht einem ausreichend breiten Publikum hätten vermitteln lassen. Das 3001 veranschaulicht, wie sich das Quartier in den frühen 2000er-Jahren als Ausgehziel neben seiner Rolle als Büro- und Architekturstandort entwickelte. Wer das Umfeld erkundet, kann den Clubkontext mit dem Medienhafen und dem Architekturspaziergang im MedienHafen verbinden. Die internationalen DJ-Auftritte und die Lage im damals aufstrebenden Medienhafen machten das 3001 zu einem eigenständigen Kapitel der Düsseldorfer Musikgeschichte.