Architekturspaziergang im MedienHafen
Ein Rundgang durch den Düsseldorfer MedienHafen verbindet zeitgenössische Architektur mit den Spuren des früheren Handelshafens. Die Wege am Wasser führen an Kais, Hafenbecken und umgenutzten Gebäuden vorbei. Für den Einstieg bietet sich der Neue Zollhof an: Von dort lassen sich die unterschiedlichen Fassaden der Gehry-Bauten aus mehreren Blickwinkeln betrachten. Anschließend führt der Spaziergang entlang der Becken in Richtung Speditionstraße und Rheinturm.
Am Neuen Zollhof beginnen
Das Ensemble besteht aus drei Gebäuden des Architekten Frank O. Gehry und wurde 1999 eröffnet. Klinker, helle Putzflächen und Metallfassaden unterscheiden die Baukörper deutlich. Auch ihre Konturen wirken unterschiedlich: Flächen kippen, Fassaden spiegeln das Wasser und die Nachbargebäude, Fensterbänder folgen den bewegten Formen. Die drei eigenständigen Baukörper machen den Vergleich vor Ort reizvoll. Auf den öffentlichen Wegen rund um das Ensemble wechseln die Perspektiven mit jedem Abschnitt des Hafenbeckens. Das Ensemble aus Neuem Zollhof und Gehry-Bauten prägt diesen Teil des Hafenquartiers.
Hafenspuren entlang der Kaimauern
Vom Zollhof aus erschließt sich das Quartier am besten zu Fuß. Folgen Sie den Uferwegen und achten Sie auf die Übergänge zwischen älteren Hafenstrukturen und neueren Büro- und Kulturbauten. Kaimauern, Becken und technische Details erinnern an den Güterumschlag, für den der Hafen angelegt wurde. Die Stadt beschloss 1976, Teile des Hafens schrittweise umzustrukturieren. Dabei entstanden in mehreren Phasen neue Nutzungen, während Wasserflächen und Teile der industriellen Bausubstanz das Bild weiterhin bestimmen. Der Wandel ist an Kaimauern, Wasserflächen und umgenutzten Hafenbauten ablesbar.
Mit dem Weg in Richtung Speditionstraße wird die Bebauung dichter und die Architektur vielfältiger. Neben dem Neuen Zollhof prägen Gebäude von weiteren Architekten das Viertel. Historische Mauern und moderne Fassaden stehen oft unmittelbar nebeneinander. Das macht den MedienHafen zu einem geeigneten Ort, um unterschiedliche Vorstellungen davon zu vergleichen, wie Büros, öffentliche Räume und ein aktiver Hafenrand gestaltet werden können. Der Überblick zum MedienHafen ordnet die einzelnen Bereiche und Bauwerke ein.
Weiter zum Rheinturm und an den Rhein
Für den Abschluss bietet sich der Rheinturm an, der den Hafenraum weithin sichtbar markiert. Vom Zollhof kehren Sie nach Norden zur Rheinseite und zum Rheinturm zurück. Von dort lässt sich die Uferlinie mit dem MedienHafen im Rücken erleben. Der Wechsel von engen Hafenräumen zu offenen Rheinblicken gibt dem Rundgang einen klaren räumlichen Abschluss. Wer noch Zeit hat, kann den Spaziergang über die Promenade in Richtung Innenstadt fortsetzen und den Kontrast zwischen moderner Hafenkante und älteren Stadtbereichen erleben.
Praktische Orientierung für den Rundgang
Der Besuch funktioniert als kurzer Architekturspaziergang oder als längere Runde mit Rhein und Innenstadt. Planen Sie die Reihenfolge nach den Orten, die Sie besonders interessieren: Gehry-Ensemble, Kaimauern, moderne Büroarchitektur oder der Blick vom Wasser zum Rheinturm. Die Wege am Hafenbecken bieten verschiedene Ansichten, deshalb lohnt sich ein langsamer Gang mit Zwischenstopps. Für den Rückweg lässt sich der Hafen mit der Route durch Altstadt und am Rhein verbinden. So wird aus dem Architekturspaziergang ein Übergang zwischen dem umgenutzten Hafenquartier, der Uferlandschaft und dem historischen Zentrum.