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Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf

Das Heinrich-Heine-Institut verbindet ein Literaturmuseum mit Archiv und Forschung. Es bewahrt Zeugnisse zu Heinrich Heine und erschließt darüber hinaus Bestände zur Literatur- und Kulturgeschichte Düsseldorfs und des Rheinlands. Im Herbst 2026 ist die Sonderausstellung „Seitenwechsel. Literatur und Fußball“ vom 26. September 2026 bis zum 10. Januar 2027 geöffnet. Die Dauerausstellung „Romantik und Revolution“ bleibt nach der Deckensanierung vorübergehend geschlossen.

Heine und die Sammlung des Hauses

Heinrich Heine wurde 1797 in Düsseldorf geboren und starb 1856 in Paris. Zu seinen bekanntesten Werken gehören das „Buch der Lieder“, die vierbändigen „Reisebilder“ und das Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“. Seine Gedichte und Prosatexte verbinden literarische Formen mit politischen und gesellschaftlichen Beobachtungen. Die Sammlung des Instituts bietet einen materiellen Zugang zu Leben und Werk: Handschriften und weitere Zeugnisse ergänzen die gedruckten Texte um Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte.

Das Institut entstand 1970 aus der Handschriftenabteilung der Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf. Diese Vorgeschichte verbindet den heutigen Forschungsort mit der älteren Bibliotheksgeschichte der Stadt. Heine selbst erinnerte sich in seinem Reisebild „Ideen. Das Buch Le Grand“ an die „mächtigen Bücher“ der damaligen Bibliothek. Die Entstehung des Instituts aus einer Handschriftensammlung erklärt, weshalb Archivarbeit und Literaturvermittlung hier eng zusammengehören.

Archiv, Forschung und weitere Bestände

Das Archiv umfasst herausragende Sammlungen zu Heinrich Heine sowie zu Clara und Robert Schumann. Hinzu kommen Nachlass- und Sammlungsbestände zur Düsseldorfer und rheinischen Literatur- und Kulturgeschichte. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende sowie Literaturinteressierte können die Bestände mit fachlicher Unterstützung erforschen. Damit reicht die Funktion des Hauses über den Rundgang im Museum hinaus: Quellen werden erschlossen und für Forschung zugänglich gemacht.

Auch das öffentliche Programm schlägt Brücken zwischen Literatur und anderen Künsten. Die Sonderausstellung „Seitenwechsel. Literatur und Fußball“ fragt nach der Wechselbeziehung zwischen dem Spiel und seiner literarischen Darstellung. Sie verbindet die Poesie des Spiels mit dem Spiel der Worte und ergänzt den Heine-Schwerpunkt um ein zeitgenössisches Kulturthema. Laufzeiten sind für die Besuchsplanung besonders wichtig, weil Sonderausstellungen nur innerhalb eines festgelegten Zeitraums gezeigt werden.

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Besuch der Sonderausstellung

Die Wiedereröffnung der überarbeiteten Dauerausstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 angekündigt. Für den Herbstbesuch bietet die Sonderausstellung im Erdgeschoss einen zeitlich festgelegten Schwerpunkt.

Das Haus liegt in der Bilker Straße am südlichen Rand der Altstadt. Der Eingang liegt zum Carlsplatz hin; nahe Haltestellen sind Benrather Straße und Carlsplatz. Die Dauerausstellung liegt im ersten Obergeschoss, Sonderausstellungsräume im Erdgeschoss; die Dauerausstellung ist über eine Treppe erreichbar. Diese räumliche Trennung ist für Besucher relevant, solange die Dauerausstellung wegen der Sanierung geschlossen bleibt.

Weitere Literatur- und Kulturorte

Das Institut lässt sich thematisch mit weiteren Kulturorten Düsseldorfs verbinden. Das Goethe-Museum setzt einen anderen Autor ins Zentrum und bietet damit einen Vergleich literarischer Sammlungen. Das Schumann-Haus führt zur Musik- und Wohnbiografie von Clara und Robert Schumann, deren Nachlässe ebenfalls zum Sammlungsumfeld des Instituts gehören. Das Stadtmuseum erweitert den Blick von Literatur auf Düsseldorfs allgemeine Stadtgeschichte. So kann ein Besuch nach Autor, Kunstform oder historischem Kontext geplant werden.