Südpark Düsseldorf: Volksgarten, Seen und Themengärten
Der Südpark umfasst rund 70 Hektar im Düsseldorfer Süden und gliedert sich in den historischen Volksgarten, den naturnahen Bereich „Vor dem Deich“ und die gestaltete Gartenachse „In den Gärten“. Die drei Teile bieten unterschiedliche Spaziergangsziele: alte Parklandschaft, Wasser und Wiesen oder intensiv gepflegte Gartenräume. Wer wenig Zeit hat, kann einen Bereich auswählen; für einen längeren Ausflug lassen sie sich zu einer zusammenhängenden Runde verbinden.
Volksgarten: Wege, Weiher und alte Parkbäume
Der Volksgarten entstand ab 1895 als Landschaftsgarten. Geschwungene Wege führen zwischen Baumgruppen, offenen Wiesen und Wasserflächen hindurch. Im Vergleich zu streng geometrischen Anlagen wirkt die Wegführung abwechslungsreich: Sichtachsen öffnen sich auf Weiher und wechseln mit schattigen Abschnitten unter dem Baumbestand. Der historische Teil eignet sich deshalb besonders für einen ruhigen Spaziergang, bei dem Sie ohne festes Ziel verschiedene Parkbilder erleben.
Zum Volksgarten gehören auch Spiel- und Liegewiesen sowie ein Hundeauslaufplatz. Die Stadt nennt mehrere Haltestellen am Park: Oberbilk, Südpark und Volksgarten. Damit lässt sich der Zugang je nach gewünschtem Einstieg in die Anlage wählen. An der Werstener Straße ist zudem ein Park-and-Ride-Platz ausgewiesen. Diese Orientierungspunkte helfen, Anreise und Spaziergang an der Größe des Geländes auszurichten.
„Vor dem Deich“: Wasser- und Wiesenlandschaft
Der naturnahe Parkteil „Vor dem Deich“ entstand zusammen mit der Erweiterung des Südparks in den Jahren 1985 bis 1987. Hier bestimmen Wasser- und Wiesenbereiche das Landschaftsbild. Die Stadt führt einen Grundwassersee, Teiche, eine renaturierte Düssel und extensive Kulturlandschaft als Merkmale der Anlage auf. Das Gelände bietet damit einen anderen Rhythmus als der Volksgarten: offene Flächen und Gewässer stehen im Vordergrund, während der alte Hochwasserdeich eine markante Linie durch die Landschaft zieht.
Der Wechsel zwischen Ufer, Wiese und höher gelegenem Deich macht diesen Abschnitt interessant für längere Wege und Naturbeobachtung. Kunstwerke und Spielbereiche ergänzen die Freiräume. Für einen Spaziergang mit Kindern sind die zwei Wasserspielplätze und der Große Seilzirkus eigene Anlaufpunkte; sie bilden eine andere Besuchsform als ein Rundgang, der vor allem die Pflanzungen und Wasserflächen in den Mittelpunkt stellt.
„In den Gärten“: Farben, Düfte und Pflanzungen
Die Gartenachse „In den Gärten“ verbindet Volksgarten und naturnahen Parkteil mit einer intensiv gepflegten Folge unterschiedlicher Gartenräume. Dazu zählen Duftgarten, Irisgarten, Garten in Weiß, Steingarten und Rhododendrontal. Die Themengärten setzen jeweils eigene Akzente bei Farbe, Blütenform, Duft und Pflanzenstandort. Besonders das Rhododendrontal verändert sein Erscheinungsbild zur Blüte im Mai; im Mai stehen die Blüten im Mittelpunkt.
Wer die Anlage zum ersten Mal besucht, kann die drei Landschaften bewusst vergleichen: Der Volksgarten zeigt die historische Parkidee, „Vor dem Deich“ öffnet sich zu Wasser und extensiv gepflegten Flächen, und die Gartenachse lenkt den Blick auf sorgfältig komponierte Pflanzungen. So führt der Spaziergang durch unterschiedliche Arten, Stadtgrün zu gestalten.
Den Südpark mit weiteren Düsseldorfer Anlagen vergleichen
Mit seinen 70 Hektar und den drei deutlich unterscheidbaren Bereichen eignet sich der Südpark für einen längeren Ausflug. Für einen kurzen Weg im Zentrum bietet sich der Hofgarten an, dessen Alleen, Teiche und Wiesen eine innerstädtische Parklandschaft bilden. Der Nordpark mit Japanischem Garten verbindet eine repräsentative Wasserachse mit einem eigenen Gartenraum. Der Überblick über Parks in Düsseldorf stellt weitere Anlagen gegenüber und hilft, den passenden grünen Zwischenstopp für den jeweiligen Aufenthalt auszuwählen.