Holthausen in Düsseldorf: Elbroichpark und Industriegeschichte
Holthausen liegt im Düsseldorfer Süden und verbindet die Geschichte des Henkel-Standorts mit einer eigenen Stadtteilmitte und mehreren Grünräumen. Der historische Ortsname Langeweyer erinnert an die Zeit, als hier nur wenige Häuser standen. Seit 1899 ist Holthausen eng mit der Entwicklung des Unternehmens Henkel verbunden. Kamper Acker, Elbroichpark und Niederheider Wäldchen zeigen unterschiedliche Seiten des heutigen Stadtteils: Ortsmitte, denkmalgeschützter Park und Freizeitgelände rund um einen früheren Bauernhof.
Von Langeweyer zum Industriestandort
Vor dem industriellen Ausbau bestand Holthausen aus wenigen Häusern rund um einen Weiher. Der frühere Name Langeweyer hält diese Ortsgeschichte fest. Fritz Henkel erwarb 1899 sein erstes Grundstück in Holthausen; die Unternehmensansiedlung prägte danach die Entwicklung des Stadtteils. Industriegeschichte ist hier eng mit Wohn- und Alltagsräumen verwoben. Das macht Holthausen zu einem konkreten Beispiel dafür, wie ein kleiner Ort im Düsseldorfer Süden zum Standort eines großen Betriebs heranwuchs. Die Henkel-Geschichte bildet den langfristigen Rahmen, während die Stadtteilmitte und die Parks die heutige Orientierung bestimmen.
Kamper Acker als Stadtteilmitte
Der Kamper Acker ist die zentrale Orientierung im Stadtteil. Zwischen 2005 und 2008 wurde der Platz städtebaulich aufgewertet, geöffnet und um einen Spielbereich sowie eine Fußgängerzone ergänzt. Dadurch erhielt Holthausen einen klaren öffentlichen Mittelpunkt für Wege und alltägliche Besorgungen. Die Platzgestaltung kann bei einem Rundgang als Ausgangspunkt dienen, um die Wohnquartiere und die weiteren Ziele zu erschließen. 2017 wurde die Oberfläche des unterirdischen Regenrückhaltebeckens im Rahmen eines Urban-Art-Festivals farblich gestaltet; das Kunstprojekt verknüpfte technische Infrastruktur mit der sichtbaren Gestaltung des Platzes.
Elbroichpark und Niederheider Wäldchen
Der denkmalgeschützte Elbroichpark bietet mit altem Baumbestand einen ruhigen Gegenpol zu den Gewerbe- und Industrieflächen. Mit 14,6 Hektar gehört er zu den kleineren Düsseldorfer Parks, besitzt aber einen umfangreichen historischen Bestand an Bäumen. Südlich davon liegt das Niederheider Wäldchen rund um den früheren Niederheider Hof. Auf dem Gelände befindet sich ein Kinderbauernhof mit Reitschule; Wege und Freizeitangebote machen den ehemaligen Hof zu einem weiteren Ziel im Stadtteil. Die beiden Grünräume unterscheiden sich in ihrer Geschichte und Funktion: Elbroich ist eine Parkanlage, das Niederheider Wäldchen verbindet Wald, Hofgeschichte und Freizeitnutzung.
Holthausen im Stadtbezirk 9
Holthausen gehört zum Stadtbezirk 9 und liegt nahe Wersten, Itter und Reisholz. Diese Nachbarschaft erleichtert die Einordnung seiner Industrie- und Grünräume in den südlichen Stadtraum. Ein Rundgang kann am Kamper Acker beginnen, dann den Elbroichpark als Parkanlage aufnehmen und mit dem Niederheider Wäldchen einen Freizeitort ergänzen. Wer die Entwicklung der südlichen Industriequartiere weiterverfolgt, kann Holthausen mit Reisholz vergleichen; Itter bietet einen anderen, dörflich geprägten Ortscharakter.
Der Freizeitpark Niederheider Wäldchen umfasst rund 230.000 Quadratmeter. Die Freizeitanlage ist täglich bis 20 Uhr geöffnet; am 24., 25., 26. und 31. Dezember, am 1. Januar und an Rosenmontag bleibt sie geschlossen. Die Adresse lautet Bonner Straße 121; die Haltestellen D-Niederheid und Sportpark Niederheid bieten Anbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Zum Urban-Art-Festival im August 2017 gehörten tägliche Kinderworkshops mit pädagogischer Anleitung und Fahrradtouren zu Fassadenkunst in der Stadt. Ein Mitmach-Zirkus ergänzte das damalige Familienprogramm.