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Eller: Schlosspark und historischer Ortskern

Eller verbindet Schloss und Park mit einem eigenständigen Ortszentrum am Gertrudisplatz. Der Rundgang führt damit von der Geschichte des Rittergeschlechts der Herren von Eller zu einem Platzensemble, das bis heute die Mitte des Stadtteils markiert. Schlossanlage und Ortskern sind unterschiedliche Stationen: Das eine verweist auf den früheren Herrensitz, das andere auf die Entwicklung eines gewachsenen Zentrums mit Kirche, Rathaus und Geschäftsstraße.

Schloss Eller und die Herren von Eller

Die Herren von Eller siedelten hier bereits im 12. Jahrhundert. Das Schloss und der Park erinnern an diese eigenständige Ortsgeschichte. Eller gehörte zeitweise zum Amt Mettmann und zur Gemeinde Hilden; 1909 wurde der Ort nach Düsseldorf eingemeindet. Schlossanlage und Stadtteilmitte stehen damit für unterschiedliche Kapitel: den früheren Herrensitz und das gewachsene Zentrum.

Schlosspark und Gartenraum

Der städtische Schlosspark umfasst 30,75 Hektar. Zu seinen Merkmalen gehören eine große waldähnliche Fläche mit altem Baumbestand, ein Vogelschutzweiher und eine Insel mit dem Maximilian-Weyhe-Denkmal. Spiel- und Liegewiesen sowie ein Wasser- und ein Abenteuerspielplatz ergänzen den Park. Am Musikpavillon finden in den Sommermonaten drei bis fünf Veranstaltungen statt. Das Schloss bildet den baulichen Schwerpunkt innerhalb dieser weitläufigen Anlage; vom Park führt der Besuch weiter zum Ortszentrum.

Der Park liegt an Heidelberger Straße, Deutzer Straße und Am Dammsteg. Ein Hundeauslaufplatz befindet sich nahe dem Vogelschutzbereich. Die Spiel- und Liegewiesen ergänzen die bewaldeten Parkteile um offene Aufenthaltsflächen.

Gertrudisplatz, Kirche und Rathaus

Der Gertrudisplatz mit der Gertrudiskirche bildet den historischen Mittelpunkt Ellers. Die Gumbertstraße führt durch den zentralen Geschäftsbereich. Das Rathaus Eller ergänzt das Ensemble als repräsentatives Gebäude der Stadtteilgeschichte und dient als Sitz der Bezirksverwaltung. Gertrudisplatz, Rathaus, Kirche und umliegende Bebauung bilden einen zusammenhängenden Denkmalbereich. Die Entwicklung des Platzes zum neuen Ortszentrum um 1900 zeigt, wie Eller seine eigene Mitte ausbildete.

Eller im Stadtbezirk 8

Der Stadtteil ist Teil des Stadtbezirks 8, zu dem auch Unterbach und Vennhausen gehören. Diese Nachbarorte ergänzen den Besuch mit Landschaftsräumen und eigener Siedlungsgeschichte.

Für einen kompakten Spaziergang bietet sich die Folge Schlosspark, Gertrudisplatz und Gumbertstraße an. Sie verbindet historische Anlage, kirchlichen Mittelpunkt und heutiges Zentrum. Mit mehr Zeit lässt sich die Bezirksroute in Richtung Unterbach verlängern, wo der Unterbacher See den landschaftlichen Gegenpol zum Ortskern bildet. So bleibt Eller als eigenständiger Stadtteil erkennbar und wird zugleich in den Südosten Düsseldorfs eingeordnet.

Die Ortsmitte als Ensemble

Das Rathaus Eller entwarf der damalige Kreisbaumeister Robert Kohlhagen als zweigeschossigen roten Backsteinbau mit Naturwerksteingliederung und Neorenaissanceformen. Die nahezu zeitgleich errichtete Gertrudiskirche setzt mit ihrer Neugotik einen sichtbaren architektonischen Kontrast. Rathaus und Kirche liegen an den entgegengesetzten Enden des langrechteckigen Gertrudisplatzes, der parallel zur Gumbertstraße angelegt wurde. Die ältere Ortsachse verlief über Alt Eller und Ellerkirchstraße; mit dem Ausbau der Gumbertstraße verlagerte sich die Entwicklung in Richtung des neuen Platzes. So erschließt der Spaziergang Rathaus, Kirche und Geschäftsstraße als Teil eines geplanten Ortszentrums.