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Düsseltal: Zoopark, Alleen und Brehmstraße

Düsseltal, oft Zooviertel genannt, verbindet einen großen Landschaftspark mit gründerzeitlichen Wohnstraßen und der Geschichte des Düsseldorfer Zoos. Der Zoologische Garten eröffnete am 31. Mai 1876 in Düsseltal. Auf dem damaligen Gelände liegt heute der Zoopark mit Teich, Wiesen, alten Gehölzen und geschwungenen Wegen. Ein Spaziergang kann die Parkgeschichte mit dem Wohnquartier und der Eissporttradition an der Brehmstraße verbinden. Düsseltal gehört gemeinsam mit Flingern-Nord und Flingern-Süd zum Stadtbezirk 2.

Zoopark: Landschaftsgarten mit sichtbaren Spuren

Die Geschichte des Parks begann mit dem Tierschutzverein „Fauna“, der am 14. Dezember 1874 eine Aktiengesellschaft zur Gründung eines Zoologischen Gartens ins Leben rief. Der Verein erwarb ein Grundstück in Düsseltal. Der Benrather Hofgärtner C. A. Hillebrecht gestaltete es zu einem Landschaftsgarten um. Zwei miteinander verbundene Teiche und ein Restaurant gehörten zur Anlage; das ursprünglich flache Gelände wurde durch Erdaufschüttungen modelliert. Der Zoo eröffnete knapp anderthalb Jahre nach Gründung der Aktiengesellschaft. Die landschaftliche Gestaltung mit Bäumen, Beeten und geschwungenen Wegen war ein prägendes Merkmal des Ortes.

Der Tiergarten wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört; der öffentliche Park bewahrt jedoch einzelne Hinweise auf seine Entstehung. Auf dem Hügel nördlich des Zooteiches ist das Fundament des Turms einer um 1875 errichteten Burgruine zu sehen. Die Ruine war früher das Wahrzeichen des Zoos. Bei einem Rundgang lässt sich der Teich als Orientierungspunkt nutzen: Von hier führt der Blick zum nördlichen Hügel und zu den offenen Wiesen- und Gehölzbereichen. Die erhaltene Geländemodellierung macht die ehemalige Gartenanlage neben ihrer überlieferten Geschichte anschaulich.

Wohnstraßen und Brehmstraße

Außerhalb des Zooparks prägen Alleen, ältere Mietshäuser und Villen das Wohnbild Düsseltals. Die Brehmstraße führt am ehemaligen Zoogelände entlang und erinnert mit ihrem Namen an den Zoologen und Schriftsteller Alfred Brehm. An derselben Straße liegt das Eisstadion, jahrzehntelang Heimspielstätte der Düsseldorfer EG. So steht die Sportgeschichte neben der Erinnerung an den Zoologischen Garten und dem Park als dessen heutiger Nachfolger.

Flingern und Düsseltal im Stadtbezirk 2

Der Stadtbezirk setzt sich aus drei Stadtteilen zusammen: Flingern-Nord, Flingern-Süd und Düsseltal. Düsseltal ist durch Park und Wohnstraßen geprägt; die angrenzenden Teile Flingerns zeigen eigene Geschäfts- und Gewerbequartiere. Der Übergang zwischen den Stadtteilen erweitert den Zoopark-Spaziergang um eine urbanere Umgebung. Flingern-Nord bietet mit Ackerstraße und Altbauten einen eigenen Stadtteilrundgang; Grafenberg liegt außerhalb des Bezirks, östlich von Düsseltal, und ergänzt die Orientierung im Düsseldorfer Osten.

Zoopark und Sportstätte im Stadtgefüge

Der Zoopark ist eine von mehreren Düsseldorfer Grünanlagen; mit dem Hofgarten und weiteren Parks in Düsseldorf lässt er sich zu einem Gartentag verbinden. Die Eissportstätte an der Brehmstraße ergänzt den Park um einen sportgeschichtlichen Ort: Dort feierte die DEG acht deutsche Meistertitel und einen Pokalsieg, bevor die Profimannschaft 2006 in den ISS Dome wechselte. Nachwuchsmannschaften trainieren und spielen weiterhin im Eisstadion; auch Eistanz, Curling und öffentlicher Eislauf gehören zum Angebot. Für einen Besuch im Osten Düsseldorfs lässt sich Düsseltal mit dem benachbarten Grafenberg verbinden, wo Ostpark und Villenarchitektur einen eigenen Schwerpunkt bilden.