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Stadtbezirk 2: Flingern und Düsseltal

Stadtbezirk 2 vereint drei gut unterscheidbare Stadträume: gründerzeitliche Wohnstraßen in Flingern-Nord, frühere Gewerbestandorte und Kulturadressen in Flingern-Süd sowie Alleen und den Zoopark in Düsseltal. Für einen Besuch bieten sich damit drei unterschiedliche Schwerpunkte, die sich je nach Interesse einzeln oder als längere Erkundung verbinden lassen.

Flingern-Nord: Altbauten, Gewerbe und Uhrenturm

Flingern-Nord entwickelte sich aus einem älteren Siedlungsraum zu einem dicht bebauten Quartier. Gründerzeitliche Häuser, Höfe und ehemalige Gewerbeflächen prägen das Bild. Entlang der Ackerstraße und Birkenstraße finden sich Läden, Cafés und kreative Arbeitsorte. An der Grafenberger Allee erinnert der Haniel-&-Lueg-Uhrenturm an die Industriegeschichte des Viertels. Altbau, Ladenstraßen und ein markanter Zeuge des Maschinenbaus geben diesem Teil Flingerns seinen eigenen Charakter.

Flingern-Süd: Gewerbe und Kultur im ehemaligen Depot

Der südliche Teil Flingerns war stärker durch Industrie- und Versorgungsbetriebe geprägt. In einem früheren Straßenbahndepot an der Erkrather Straße liegen das Capitol Theater und das tanzhaus nrw. Die umgenutzten Hallen verbinden die Verkehrsgeschichte des Areals mit heutigen Bühnen und Veranstaltungsräumen. Das Kulturzentrum zakk an der Fichtenstraße ergänzt diese Kulturachse mit Konzerten und Veranstaltungen. Am Höherweg konzentriert sich die Automeile; Kleingärten setzen grüne Akzente zwischen gewerblich genutzten Flächen. So treffen in Flingern-Süd frühere Arbeitsorte, Gewerbe und Kultur auf engem Raum zusammen.

Düsseltal: Zoopark und Buscher Mühle

Düsseltal ist auch als Zooviertel bekannt. Der Zoologische Garten eröffnete am 31. Mai 1876; die Aktiengesellschaft des Tierschutzvereins „Fauna“ hatte das Gelände erworben. Der Benrather Hofgärtner C. A. Hillebrecht gestaltete es als Landschaftsgarten mit modelliertem Gelände, zwei verbundenen Teichen und einem Restaurant. Die „Fauna“ war bereits am 14. Dezember 1874 als Zoogesellschaft gegründet worden. Am Hügel nördlich des Teichs blieb das Fundament des Turms einer früheren Burgruine erhalten. Der Zoo wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört; heute liegt der Zoopark auf dem früheren Gelände und bietet Teich, Wiesen und Spielbereiche. Alfred Brehm war häufig Gast bei der „Fauna“ und soll den Bau eines Zoos angeregt haben. Die Brehmstraße erinnert an diese Verbindung und an die Eishockeygeschichte der Düsseldorfer EG. Mit der Buscher Mühle besitzt Düsseltal außerdem ein historisches Mühlengebäude als weiteres Zeugnis seiner Ortsgeschichte. Die historische Anlage wurde wegen ihrer Gartenwirkung geschätzt: Baumgruppen, farbige Beete und geschwungene Wege prägten das Gelände. Schattige Terrassen und ein Gartenrestaurant ergänzten den Rundgang; damit verband der frühe Zoopark botanische und zoologische Anschauung mit einem gestalteten Ausflugsziel.

Alleen und Wohnviertel in Düsseltal

Über den Zoopark hinaus ist Düsseltal von weiteren Parks und Alleen durchzogen. An den Straßen stehen ältere Mietshäuser und Villen; die Verbindung aus begrünten Wegen und gewachsener Wohnbebauung prägt das Viertel auch außerhalb des ehemaligen Zoogeländes. Zwischen den Anlagen und den Wohnstraßen bleibt die grüne Struktur des Stadtteils gut erkennbar. Damit ergänzt Düsseltal die beiden Flingerner Quartiere um einen anderen Stadtraum: weniger von früheren Gewerbestandorten bestimmt, stärker durch Parks und Wohnlagen geprägt.