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Fashion Net: Düsseldorfs Modebranche vernetzt sich

Gründung als Branchenverein

Nach einem 2008 gestarteten Netzwerkprojekt wurde Fashion Net Düsseldorf am 31. März 2009 als Verein gegründet, um Modeunternehmen, Handel, Messe, Wirtschaft und Kultur miteinander zu vernetzen. Zu den Gründungsakteuren gehörten Klaus Brinkmann von F. W. Brinkmann, Messechef Werner Dornscheidt, Angelika Firnrohr von Gerry Weber und Philipp Kronen von der Igedo Company. Die Zusammensetzung verband unterschiedliche Teile der Branche: Bekleidungsunternehmen, Messeorganisation und Modeveranstalter arbeiteten in einer gemeinsamen Struktur zusammen.

Der Verein entstand in einer Phase, in der sich die Düsseldorfer Modeformate wandelten. Die CPD blieb bis 2012 als große Fachmesse bestehen, während Showrooms und Präsentationen zunehmend an mehreren Orten in der Stadt stattfanden. Fashion Net sollte die Akteure über einzelne Messetermine hinaus zusammenbringen und Düsseldorf als Mode- und Orderstandort positionieren. Aus dieser Aufgabe entwickelte sich eine koordinierende Plattform für die Branche.

Von der Vernetzung zu den Fashion Days

Heute bündelt Fashion Net unter dem Dach der Düsseldorf Fashion Days (DFD) verschiedene Aktivitäten. Die Orderphasen liegen im Januar und Juli. Der Standort umfasst laut Netzwerk mehr als 600 Showrooms sowie Messeplattformen wie Supreme Women&Men und TWODAYS. Das Netzwerk koordiniert Angebote, die an verschiedenen Orten und durch unterschiedliche Akteure gestaltet werden.

Der Wandel zeigt sich auch in der Zusammensetzung der Beteiligten. Neben Modeunternehmen und Messeakteuren gehören Einzelhandel, Agenturen, Designer und weitere Branchenpartner zum Umfeld. Fashion Net organisiert Begegnungen und Kommunikation, während die konkreten Präsentationen von den einzelnen Unternehmen und Veranstaltern getragen werden. Die DFD machen diese verteilte Struktur in einem wiederkehrenden Branchenzeitraum sichtbar.

Schon vor der Vereinsgründung organisierte das Netzwerk eine erste große Veranstaltung: Am 31. Januar 2009 fand am Düsseldorfer Flughafen das „Opening Fashion D“ statt, am Vorabend der Igedo Fashion Fairs. Wolfgang Ley stellte sein Label CWL in einer Modenschau vor; Klaus Brinkmann zeigte Bugatti, die Nachwuchsdesignerin Tonja Zeller präsentierte ebenfalls eine Kollektion. Im Rahmen des Abends wurde der ModeMedienpreis verliehen. Die Veranstaltung verknüpfte Modepräsentation, Nachwuchsförderung und Branchenkontakte an einem zentralen Termin.

Die Gründungsrunde reichte über vier bekannte Branchenvertreter hinaus: Auch Wilfried Kruse für die Stadt, Gisela Küpper vom Düsseldorfer Fashion House und Hans-J. Wiethoff von Fashion Square gehörten zu den Gründungsmitgliedern. Diese Mischung aus Stadt, Messe, Modehäusern und Showrooms prägte den kooperativen Ansatz. Die ersten Fashion-Net-Veranstaltungen sollten den Modestandort national und international präsentieren; heute führt die Organisation diese Aufgabe mit den Düsseldorf Fashion Days und weiteren Austauschformaten fort.

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Ein gemeinsamer Auftritt für den Modestandort

Die Gründung 2009 setzte auf Zusammenarbeit zwischen Bereichen, die zuvor vor allem über ihre eigenen Veranstaltungen und Geschäftsbeziehungen verbunden waren. Heute beschreibt sich Fashion Net als zentrales Netzwerk für die Modebranche in Düsseldorf und nennt als Träger Wirtschaftsförderung und Mitgliedsbeiträge. Die Entwicklung vom Vereinsstart zu einer Plattform mit Fashion Days, Netzwerktreffen und digitalen Angeboten zeigt, wie sich das Ziel der Kooperation an neue Kommunikations- und Messeformen angepasst hat.

Die Messe Düsseldorf bildet einen Teil des Modestandorts Düsseldorf. Neben Messegesellschaften und Modehäusern gehören auch Agenturen und Medienunternehmen zum Umfeld; sie verbinden die Modebranche mit der Werbe- und Kreativwirtschaft in Düsseldorf.