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Ski-Langlauf-Weltcup in Düsseldorf: Sprint am Rhein

Von 2002 bis 2011 richtete Düsseldorf zehn Ausgaben des Langlauf-Weltcups am Rheinufer aus. Der erste Weltcup-Sprint dort fand vom 25. bis 27. Oktober 2002 auf der unteren Rheinwerft und an der Rheinuferstraße statt. Die Stadtchronik spricht für die Premiere von rund 350.000 Besucherinnen und Besuchern; ein Sturm führte dazu, dass Läufe am zweiten Tag abgebrochen werden mussten. Zum Rennprogramm gehörten Einzel- und Teamsprints im freien Stil. Bei den Einzelrennen führte der Weg über die Qualifikation in die entscheidenden Läufe; beim Teamsprint wechselten sich zwei Läuferinnen beziehungsweise Läufer einer Mannschaft ab. Die kompakte Strecke am Düsseldorfer Rheinufer brachte mehrere Rennrunden direkt vor das Innenstadtpublikum. Die Serie gehörte zum Sportprogramm im Düsseldorfer Veranstaltungsjahr; die Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen in der Nähe des zentralen Rheinufers.

Wetter, Publikum und Terminwechsel

Die dritte Ausgabe 2004 zog bei sonnigem Wetter erneut rund 350.000 Menschen an. Auch beim sechsten Weltcup 2007 schätzte die Stadt das Publikum auf etwa 350.000. 2008 wechselte der Sprintwettbewerb erstmals vom Oktober in den Dezember; die Chronik nennt den 20. und 21. Dezember als Wettkampftage und rund 200.000 Besucher.

Für 2009 weist die Stadt 160 Athletinnen und Athleten aus 40 Nationen aus. Anhaltender Regen wirkte sich auf den Zuschauerzuspruch aus; die Chronik vermerkt einen Rückgang um rund 150.000 Menschen gegenüber dem Vorjahr. 2010 kamen laut städtischer Chronik wieder etwa 250.000 Besucher an das Rheinufer.

Zum angekündigten Rahmenprogramm 2008 gehörten ein Schweizer Dorf mit Käsespezialitäten und eine Bühne am Burgplatz. Dort waren unter anderem die Noise Brothers und De Randfichten angekündigt. Der Eintritt zu den Weltcuprennen war kostenfrei vorgesehen; das Bühnenprogramm sollte das Sportwochenende mit einem Familienangebot verbinden.

Sprint und Teamsprint im FIS-Programm

Das offizielle FIS-Programm für Düsseldorf 2010/11 listet am 4. Dezember 2010 die Sprintqualifikationen und Finalrennen im freien Stil für Frauen und Männer. Am Folgetag standen die beiden Teamsprints auf dem Programm. Im Frauen-Teamsprint gewannen Magda Genuin und Arianna Follis für Italien in 10:41,1 Minuten vor Norwegen mit 0,9 Sekunden Rückstand; Kanada wurde Dritter. Beim Männer-Sprint führte Emil Jönsson aus Schweden das Klassement an, vor Fulvio Scola aus Italien und Øystein Pettersen aus Norwegen.

Bei der Frauenqualifikation 2010 legte Vesna Fabjan die 918 Meter in 1:59,53 Minuten zurück; Hanna Falk folgte 0,89 Sekunden später. Die 30 schnellsten Läuferinnen kamen in die nächste Runde; Fabjan blieb als einzige unter zwei Minuten.

Für 2011 dokumentiert die FIS am 3. Dezember die Sprintfinals im freien Stil: Ola Vigen Hattestad gewann bei den Männern vor Alexey Petukhov und Paal Golberg; bei den Frauen siegte Kikkan Randall vor Natalia Matveeva und Laurien van der Graaff. Der FIS-Programmbericht nennt für den Frauen-Sprint 0,9 Kilometer und für den Teamsprint sechs Runden à 0,9 Kilometer; die Männer liefen 1,7 Kilometer beziehungsweise sechs Runden à 1,7 Kilometer. Der Männer-Sprint war damit knapp doppelt so lang wie der Frauen-Sprint. Die Stadtchronik datiert das zehnte Wochenende auf den 3. und 4. Dezember und beziffert das Publikum trotz anhaltenden Regens auf rund 100.000. Ein zeitgenössischer Vorbericht nennt 3.000 Kubikmeter Kunstschnee aus Neuss.

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Was auf die zehnte Ausgabe folgte

Die Organisatoren kündigten 2011 zunächst eine Rückkehr im Jahr 2013 an. Tatsächlich führt der offizielle FIS-Kalender für die Saison 2012/13 Wettkämpfe unter anderem in Québec und Canmore; die FIS-Programme für 2013/14 verzeichnen Düsseldorf ebenfalls nicht. Die dokumentierte Düsseldorfer Weltcup-Serie umfasst damit die zehn Ausgaben von 2002 bis 2011.