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Altstadtherbst und Düsseldorf Festival: Kulturgeschichte am Rhein

Der Altstadtherbst ist der Ursprung des heutigen Düsseldorf Festivals. Die erste Ausgabe fand 1991 als Kulturveranstaltung in der Düsseldorfer Altstadt statt; seit 2012 trägt das Festival seinen heutigen Namen. Es verbindet Theater, Musik, Neuen Zirkus und Tanz und setzt auf Produktionen, die mehrere Kunstsparten zusammenführen. Der Burgplatz am Rhein bildet mit dem eigens errichteten Theaterzelt sein sichtbarstes Zentrum.

Vom Altstadtherbst zum Festival für Performing Arts

Die Stadtchronik hält für 1991 den ersten Altstadtherbst fest, organisiert von Altstadtwirten und Sponsoren. Das Festival entwickelte sich zu einer wiederkehrenden Kulturveranstaltung im September. 2011 fand der Altstadtherbst zum 21. Mal statt. Im folgenden Jahr wurde dieselbe Festivaltradition als Düsseldorf Festival fortgesetzt. Die Stadtchronik verzeichnet für 2012 insgesamt 55 Veranstaltungen mit rund 24.000 Gästen. Der neue Name markierte eine größere künstlerische Perspektive über die Altstadt hinaus.

Das Düsseldorf Festival beschreibt sein Profil als Performing Arts in den Bereichen Theater, Musik, Neuer Zirkus und Tanz. Es entstand als Alternative zu einem klassischen Spartenbetrieb und setzt auf stilübergreifende Arbeiten. Die Leitung liegt seit der Gründung 1991 bei Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen; seit 1996 tragen sie als geschäftsführende Gesellschafter auch die Verantwortung für die gemeinnützige Festival GmbH. Ihre musikalische Laufbahn mit dem ViF-Flötenquartett verbindet sich mit einem Programm, das neue künstlerische Formen und internationale Produktionen aufgreift.

Das Theaterzelt am Burgplatz

Das große weiße Zelt auf dem Burgplatz ist die Hauptspielstätte. Die Festivalangaben nennen eine Tribüne mit rund 900 Plätzen, eine Theaterbar und barrierefreien Zugang. Große internationale Produktionen werden dort gezeigt; an Wochenenden finden in der Theaterbar nachmittägliche Blue-Lounge-Jazzkonzerte statt. Das Zelt wird für die Festivalsaison eigens errichtet und bündelt Bühne, Publikum und Festivalbetrieb an einem Ort direkt am Rhein.

Weitere Veranstaltungen finden in Kirchen und Kulturhäusern der Stadt statt. Das Festival nutzt so unterschiedliche Räume: Das Theaterzelt bietet Platz für große Tanz-, Zirkus- und Theaterproduktionen, während kleinere Spielorte kammermusikalische, experimentelle oder ortsbezogene Programme ermöglichen. Die Ausgabe 2026 stellte etwa Mourad Merzoukis Tanzproduktion „Pixel“ im Theaterzelt neben Musik und Bühnenprogrammen an mehreren Orten. Die konkrete Auswahl wechselt von Jahr zu Jahr und gibt jedem Festival eine eigene Mischung.

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Spielorte und Besuch im Festivalzentrum

Ein Festivalabend lässt sich nach der gewünschten Kunstform und dem Spielort auswählen. Wer eine große Produktion besucht, orientiert sich am Theaterzelt auf dem Burgplatz. Für eine Veranstaltung in einer Kirche oder einem Kulturhaus zählt die dortige Adresse; einige Programme verbinden mehrere Orte, etwa geführte Stadtrundgänge mit Musik- oder Theateraktionen. Der Festivalplan bündelt diese Möglichkeiten und zeigt die jeweiligen Termine.

Das Theaterzelt liegt in der Altstadt am Rhein. Die nächstgelegene Stadtbahnhaltestelle Heinrich-Heine-Allee ist laut Veranstalter etwa fünf Gehminuten entfernt; ausgewiesene Parkhäuser liegen am Grabbeplatz, an der Kunsthalle und bei K21. Der barrierefreie Zugang des Theaterzelts unterstützt die Besuchsplanung. In der Pause oder vor und nach einer Vorstellung können Gäste die Theaterbar nutzen. Die Altstadt- und Rheinroute zu Fuß führt durch das historische Umfeld des Festivalzentrums. Die genreübergreifenden Produktionen führen die Düsseldorfer Musikgeschichte mit internationalen Gästen fort. Das Theaterzelt verbindet so den Festivalbesuch unmittelbar mit einem Abend in der Altstadt.