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Giants Düsseldorf: Bundesliga- und ProA-Jahre 2008–2013

Die Düsseldorfer Giants spielten von 2008 bis 2011 in der Basketball-Bundesliga. Auf drei Spielzeiten in der höchsten Liga folgten zwei Jahre in der ProA: erst als Gloria Giants, dann als Düsseldorf Baskets. Die Wildcard-Saison 2010/11 und der Finaleinzug 2013 gehören ebenso zu dieser Geschichte wie die wirtschaftlichen Krisen der Spielbetriebsgesellschaften. Das Kapitel ist Teil der Geschichte Düsseldorfs und zeigt, wie eng sportliche Qualifikation und wirtschaftliche Tragfähigkeit im Profibasketball verbunden waren.

2008: Bundesliga-Basketball zieht nach Reisholz

Im März 2008 beantragte der TSV Bayer 04 Leverkusen, seine Erstligalizenz auf die neu gegründete Giants Düsseldorf GmbH übertragen zu lassen. Als Heimspielstätte war das Burg-Wächter Castello in Düsseldorf-Reisholz vorgesehen. Die Leverkusener Basketballabteilung führte ihren Spielbetrieb anschließend am bisherigen Standort fort: 2008/09 trat sie in der Regionalliga an und stieg 2009 in die ProB auf. Der Lizenzwechsel brachte also das Düsseldorfer Profiteam in die BBL, während der TSV Bayer 04 ein eigener Verein mit eigener Mannschaft blieb.

Trainer der ersten Düsseldorfer Bundesliga-Mannschaft war Achim Kuczmann; Hans-Jürgen Gnad arbeitete als Co-Trainer. Zum Team 2008/09 gehörten unter anderem Todd Hendley, Marc Antonio Carter, Matt Lottich, Logan Kosmalski und Matthias Goddek. Lottich kam in allen 34 Ligapartien zum Einsatz, davon 33-mal in der Startaufstellung, und erzielte durchschnittlich 11,1 Punkte. In der Saison 2009/10 reichten acht Siege aus 34 Spielen nicht zum Klassenerhalt. Im Mai 2010 beantragte die Giants Düsseldorf GmbH Insolvenz.

Die Wildcard hielt das Team 2010/11 in der BBL

Für die Saison 2010/11 erhielt Düsseldorf dennoch einen BBL-Platz: Der sportlich qualifizierte Aufsteiger Cuxhaven BasCats nahm sein Aufstiegsrecht nicht wahr, und eine Wildcard ermöglichte den Giants die weitere Teilnahme. Murat Didin stellte mit Unterstützung vor allem türkischer Sponsoren ein Team zusammen; die von der Liga geforderte Garantiesumme betrug 100.000 Euro. Didin übernahm selbst das Traineramt. Turkish Airlines gehörte zu den Sponsoren. Die Mannschaft trat als Gloria Giants an. Nach dieser Spielzeit folgte der Wechsel in die ProA.

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ProA-Play-offs, Finale und Lizenzentscheidung

2011/12 trat das Düsseldorfer Team als Gloria Giants in der ProA an, in der folgenden Saison als Düsseldorf Baskets. 2013 erreichte Düsseldorf das Finale gegen Rasta Vechta. Vechta gewann beide Endspiele; das Rückspiel endete 84:78. Die Baskets wurden damit Vizemeister. Der Finaleinzug bedeutete sportlich den Aufstieg in die BBL. Die Liga verweigerte Düsseldorf jedoch die Lizenz, weil die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht nachgewiesen war.

Die erste ablehnende Lizenzentscheidung fiel am 17. April 2013. Düsseldorf legte Widerspruch ein, den der Lizenzligaausschuss am 30. April ebenfalls zurückwies. Damit standen der sportlich erreichte Aufstieg und die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Teilnahme an der höchsten Liga einander gegenüber.

Vereinsgeschichte und heutige Orientierung

Die Namen Giants Düsseldorf, Gloria Giants und Düsseldorf Baskets gehören zu den Mannschaften dieser Spielbetriebsgesellschaften und ihrer Ligajahre. Davon zu unterscheiden ist die heutige SG ART Giants Düsseldorf: Sie ist eine Spielgemeinschaft der Vereine Giants Düsseldorf e.V. und ART 1877/90 Düsseldorf e.V. Ein anderes Düsseldorfer Profisportkapitel erzählt die Vereinsgeschichte von Fortuna Düsseldorf, die dem Fußball gewidmet ist.

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