Judo Grand Prix und Grand Slam in Düsseldorf: Rückblick
Von 2010 bis einschließlich 2020 gehörte Düsseldorf mit einem jährlich ausgetragenen Turnier zur IJF World Judo Tour. Der erste Düsseldorfer Judo Grand Prix fand in der Philipshalle statt. Dieselbe Halle trug ab 2011 den Namen Mitsubishi Electric Halle und beherbergte das Turnier bis 2017. Die Ausgabe 2018 markierte einen sportlichen Rangwechsel: Die IJF stufte den Grand Prix zum Grand Slam hoch. Der elf Kalenderjahre umfassende Zeitraum verbindet den jährlich fortgesetzten Wettbewerb mit zwei IJF-Kategorien und drei Hallennamen.
Auftakt und Aufwertung
Bei der Premiere am 20. und 21. Februar 2010 standen 354 Judoka aus 45 Nationen auf der Matte. Beide Tage in der Philipshalle waren ausverkauft; etwa 3.000 Zuschauer verfolgten die Kämpfe pro Veranstaltungstag. Japan führte die Medaillenwertung mit sechs Goldmedaillen an. Claudia Malzahn gewann die Klasse bis 63 Kilogramm, Heide Wollert siegte bei bis 78 Kilogramm; damit gingen zwei Einzeltitel nach Deutschland.
Der Deutsche Judo-Bund und die Stadt vereinbarten 2016, den Wettbewerb bis 2021 in Düsseldorf auszurichten. Die IJF kündigte 2017 an, ihn ab 2018 als Grand Slam zu führen. Mit der höheren Kategorie stiegen die Punkte für die Weltrangliste; zugleich erhielt Düsseldorf einen Platz in der oberen Stufe der World Judo Tour. Der Grand Prix 2017 hatte 346 Judoka aus 50 Nationen angezogen. Die erste Grand-Slam-Ausgabe fand vom 23. bis 25. Februar 2018 statt.
Der erste Grand Slam zählte 446 Teilnehmende aus 65 Ländern und fünf Kontinenten: 273 Männer und 173 Frauen. Die IJF setzte an allen drei Tagen zunächst Vorkämpfe ab 10 Uhr und einen Finalblock ab 17 Uhr an. Im Medaillenspiegel lag Japan mit sieben Goldmedaillen vorn; Russland belegte mit einer Gold-, einer Silber- und drei Bronzemedaillen Rang zwei. Die IJF-Ergebnisliste führt Andreja Leski aus Slowenien als Siegerin bis 63 Kilogramm und Mikhail Igolnikov aus Russland bis 90 Kilogramm.
Wettkampftage und Gewichtsklassen
Auch 2020 war das Format auf drei Tage mit jeweils eigenem Finalblock verteilt. In den sieben Frauenklassen reichte die Einteilung von bis 48 Kilogramm bis über 78 Kilogramm, bei den Männern von bis 60 bis über 100 Kilogramm. Die Gewichtsklassen gaben jedem Wettkampftag mehrere parallele Entscheidungen, bevor die Finalkämpfe den Tagesabschluss bildeten.
Die IJF registrierte für den Düsseldorf Grand Slam vom 21. bis 23. Februar 2020 insgesamt 659 Judoka aus 115 Ländern und sechs Kontinenten. Das Feld bestand aus 392 Männern und 267 Frauen. Japan gewann acht Goldmedaillen und führte damit die Wertung vor Georgien und Usbekistan an. Die IJF-Ergebnisübersicht ordnet die Medaillen nach den 14 Gewichtsklassen; sie enthält die einzelnen Platzierungen und Landeszugehörigkeiten.
Hallengeschichte des Turniers
Die Philipshalle wurde 2011 in Mitsubishi Electric Halle umbenannt. An diesem Standort blieb der Grand Prix bis einschließlich 2017; zur Grand-Slam-Aufwertung 2018 folgte der Wechsel in den ISS Dome, der heute PSD Bank Dome heißt. Dort fanden auch die Ausgaben 2019 und 2020 statt.
Bei einem mehrtägigen Aufenthalt lässt sich die Lage der Spielstätten mit den Unterkünften in Düsseldorf verbinden.