Film- und Medienstandort Düsseldorf
Düsseldorf verbindet Filmgeschichte mit Gegenwart: Im Filmmuseum lassen sich technische Entwicklung und Produktionspraxis nachvollziehen, während Film- und Medienschaffende in der Stadt und im Land Nordrhein-Westfalen arbeiten. Die Film- und Medienstiftung NRW war seit ihrer Gründung 1991 in Düsseldorf ansässig und wechselte im Dezember 2024 nach Köln. Das städtische Filmmuseum und die langjährige Präsenz der Stiftung verankern Düsseldorf in der Filmgeschichte des Landes.
Filmgeschichte im Filmmuseum
Das Filmmuseum der Landeshauptstadt wurde 1993 an der Schulstraße in der Altstadt eröffnet. Seine Dauerausstellung führt über vier Etagen und rund 2.200 Quadratmeter durch die Geschichte des bewegten Bildes. Zu sehen sind frühe optische Geräte, Filmprojektoren und Kameras aus verschiedenen Epochen, dazu Setmodelle, Dekorationen, Requisiten und Kostüme. Die Exponate machen den Wandel der Filmtechnik und die Arbeitsschritte vor und hinter der Kamera anschaulich.
Ein nachgebautes Filmstudio und ein Bereich für Tricktechnik machen Produktionsprozesse anschaulich. Dazu kommen wechselnde Ausstellungen, ein Archiv und eine Bibliothek. Das hauseigene Kino Black Box zeigt Filmprogramme und Klassiker; bei Vorführungen von Stummfilmen wird regelmäßig die historische Welte-Kinoorgel eingesetzt. Damit verbindet das Haus Sammlung, Vermittlung und Vorführung an einem Ort. Für Besucherinnen und Besucher ist das Filmmuseum Düsseldorf ein konkretes Ziel, während die Altstadt mit weiteren Kulturorten zu Fuß erreichbar bleibt.
Förderung in Nordrhein-Westfalen
Die Film- und Medienstiftung NRW wurde 1991 gegründet. Sie unterstützte über viele Jahre Film- und Medienprojekte von ihrem Sitz im Düsseldorfer MedienHafen aus. Zum Jahreswechsel 2024/25 verlegte sie ihren Standort nach Köln; die Stiftung nennt den Umzug im Dezember 2024 als vollzogen. Ihre Aufgabe, Film- und Medienkultur sowie die Film-, Kreativ- und Medienwirtschaft in Nordrhein-Westfalen zu stärken, ist landesweit ausgerichtet. Die Stiftung arbeitet heute von ihrem Kölner Sitz aus; ihre frühere Arbeit im Düsseldorfer MedienHafen gehört zur Standortgeschichte der Stadt.
Für den Blick auf den professionellen Drehalltag ist die Film Commission NRW eine eigene Anlaufstelle. Sie unterstützt Produktionen bei der Suche nach Drehorten und Kontakten im Land. Die Film Commission NRW bietet dafür einen unmittelbaren Einstieg in Locations und Produktionsinformationen. Ihre landesweite Arbeit verbindet die Produktionslandschaft Nordrhein-Westfalens mit praktischen Kontakten zu Drehorten und Dienstleistern.
Düsseldorf als Dreh- und Medienstandort
Der lokale Filmstandort besteht aus mehreren unterschiedlichen Bausteinen. Das Filmmuseum richtet sich an Publikum und Bildungsarbeit; Produktionsförderung und Film Commission wirken auf Landesebene; Medien-, Kommunikations- und Kreativunternehmen sind über verschiedene Quartiere verteilt. Der MedienHafen steht für die Umwandlung früherer Hafenflächen in ein Dienstleistungs- und Medienquartier. Seine Architektur und die Nähe zu weiteren Kultur- und Arbeitsorten zeigen, wie eng Stadtentwicklung und neue Branchen miteinander verbunden sind.
Ein Beispiel aus der Filmgeschichte der Stadt ist Wim Wenders’ „Palermo Shooting“. Der Film wurde 2007 unter anderem in Düsseldorf gedreht und kam 2008 ins Kino. Campino spielt den Fotografen Finn, dessen Geschichte ihn nach Palermo führt. Düsseldorf erscheint in diesem Beispiel als konkreter Drehort neben seiner Rolle als Standort von Museum und Filmförderung. „Palermo Shooting“ und Düsseldorfer Drehorte verbinden die Geschichte des Films mit konkreten Schauplätzen in der Stadt.
Besuch, Stadtgeschichte und Kreativwirtschaft
Das Filmmuseum liegt in der Altstadt und lässt sich gut mit einem Rundgang durch das historische Zentrum verbinden. Die Lage an der Schulstraße bringt Filmgeschichte in unmittelbare Nähe zu Rhein, Altstadtgassen und weiteren Kulturorten. Wer den Besuch mit einem Spaziergang verlängert, kann den Weg zur Rheinfront und zum MedienHafen fortsetzen. So lässt sich der Kontrast zwischen einem Museum, das Produktionsgeschichte sammelt, und einem Quartier, das die jüngere Medien- und Büroentwicklung Düsseldorfs zeigt, direkt im Stadtraum nachvollziehen.
Auch die Werbung gehört zur Düsseldorfer Kreativwirtschaft und berührt die Film- und Medienbranche über Bildproduktion, Kommunikation und Gestaltung. Werbung in Düsseldorf verbindet die Kreativwirtschaft mit Agenturen und der Produktion visueller Kommunikation. Zusammen betrachtet zeigen Museum, Filmförderung, Drehorte und Kreativunternehmen verschiedene Seiten derselben Branche: kulturelle Bewahrung, öffentliche Vermittlung, professionelle Produktion und wirtschaftliche Nutzung audiovisueller Medien.