Nordstraße: Einkaufen in Pempelfort, Düsseldorf
Die Nordstraße bildet mit der Münsterstraße das Stadtteilzentrum von Pempelfort und versorgt auch die nördlichen Düsseldorfer Bezirke. Entlang der Einkaufsachse liegen Geschäfte für tägliche Besorgungen neben Fachhandel, Gastronomie und kleineren kreativen Betrieben. Der Besuch lässt sich als gezielter Einkauf oder als längerer Bummel mit einer Mahlzeit planen.
Fachhandel und Nahversorgung auf einer Achse
Das Sortiment verbindet alltägliche Versorgung mit zentrenrelevanten Angeboten. Filialbetriebe und größere Fachgeschäfte stehen neben kleinteiligeren Läden, Kunsthandwerk und Ateliers. So finden sich auf derselben Straße verschiedene Gründe für einen Einkauf: Besorgungen lassen sich mit einem Besuch in einem spezialisierten Geschäft verbinden, und ein Café oder Restaurant bietet eine Pause entlang der Route. Die Münsterstraße ergänzt den Bereich um weitere Geschäfte und Versorgungsangebote.
Nordstraße und Münsterstraße im Stadtgefüge
Beide Straßen gehören seit dem frühen 19. Jahrhundert zu den Erschließungsachsen Pempelforts. Zwischen ihnen lagen Felder, Gärten und der nördliche Düssellauf. Das Zentrum liegt in einem dicht bebauten Wohngebiet mit mehrgeschossiger Bebauung. Abschnitte der Düssel verlaufen offen in der breiten Prinz-Georg-Straße; westlich davon schließen Wohnquartiere an. So liegen die Einkaufsstraßen in einem gewachsenen innerstädtischen Umfeld. Die Nordstraße bildet die zentrale Achse, während die Münsterstraße das Versorgungsgebiet nach Norden verlängert.
Stadtteilzentrum und Branchenmix
Der Einzelhandelsrahmenplan von 2016 beschreibt die Nordstraße als dicht besetztes Zentrum mit breitem Branchenmix unterschiedlicher Größenordnungen, darunter ein Warenhaus. Kleinere Kunsthandwerksbetriebe und Ateliers geben dem Zentrum ein zusätzliches kreatives Profil. Die städtische Bestandsaufnahme hebt außerdem vielfältige Gastronomie und Dienstleistungen, gute ÖPNV-Erschließung und ein großes Einzugsgebiet hervor. Der kompakte Geschäftsbesatz bündelt damit Nahversorgung, Fachhandel und kreative Ladenformate in einer Einkaufsstraße. Für 2016 weist der Plan im Zentrum 10.365 Quadratmeter Verkaufsfläche aus. Er unterscheidet nahversorgungsrelevante, zentrenrelevante und nicht zentrenrelevante Sortimente.
Wohnarchitektur an der Prinz-Georg-Straße
Die Prinz-Georg-Straße erweitert die Orientierung im Quartier um einen markanten Straßenraum. Die städtische Denkmalbeschreibung schildert sie als baumbestandene, breite Allee mit offenen Düsselabschnitten. An der Ecke zur Benedikt-Schmittmann-Straße steht eine 1910–1911 errichtete Gebäudegruppe mit Putzfassade über bossiertem Sockel- und Kellergeschoss. Gegenüber, nahe der Camphausenstraße, prägt ein siebengeschossiges Wohnhaus des Architekten Gustav A. Munzer von 1924 den Blick; es gilt als Beispiel des Düsseldorfer Backsteinexpressionismus. Bereits um 1884 plante Josef Stübben die breite, zweibahnige Straßenführung; die Begradigung der Düssel und der Ausbau der Allee erfolgten bis ins frühe 20. Jahrhundert. An der Münsterstraße 13 liegt die 1902 eröffnete Münster-Therme, deren Schwimmhalle restauriert wurde. Daneben entstand 1907–1911 an der Münsterstraße 15 die Feuerwache III, ein markanter Bau an der Ecke zur Moltkestraße. Am südlichen Anfang der Prinz-Georg-Straße steht der erhaltene Turm der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Rochuskirche als Mahnmal.
Pempelfort und Düsseldorfer Einkaufsprofile
Wer andere Einkaufsprofile vergleichen möchte, findet im Überblick zu Einkaufsvierteln abseits der Königsallee die städtische Auswahl. Die Lorettostraße in Unterbilk steht für eine kleinteilig geprägte Einkaufsstraße; Schadowstraße und Schadow Arkaden ordnen die großen Innenstadtangebote ein.