Kö-Lauf und Kö Meile: Straßenlauf auf der Königsallee
Die Königsallee in Düsseldorf war Schauplatz unterschiedlicher Laufveranstaltungen. Für den 5. September 2010 kündigte eine Düsseldorfer Meldung den 23. Kö-Lauf an: knapp 5.000 Läuferinnen und Läufer sollten auf der Kö starten. Das Programm reichte von einem 350-Meter-Lauf für die Jüngsten über Schüler-, Jugend- und Jedermannrennen bis zu Zehn-Kilometer-Läufen. Die schnellsten Zehn-Kilometer-Läufer sollten nach ihren Bestzeiten eingeteilt werden; die Bambini sollten um 10.30 Uhr beginnen. Die seit 2022 entwickelte Kö Meile ist ein eigenständiges Veranstaltungsformat. 2010 war der Zehn-Kilometer-Lauf der Höhepunkt, 2026 stand die Meile als eigene Elite-Distanz im Zentrum.
Die Kö Meile als neues Format
Die Idee für die Kö Meile entstand 2022, nachdem sowohl der Düsseldorf Marathon als auch der frühere Kö-Lauf ohne Alternative abgesagt worden waren. Der Düsseldorfer Mittelstreckenläufer Maximilian Thorwirth beschrieb das Ziel, Spitzenleichtathletik mit der Laufcommunity zu verbinden. Daraus entwickelte sich ein eigener Straßenlauf mit Meile, Fünf-Kilometer-Rennen und Wettbewerben für Kinder und Jugendliche. Die Veranstaltung nutzt den Boulevard als Wettkampfstrecke im Zentrum, ihr Kernprogramm unterscheidet sich jedoch vom 2010 angekündigten Kö-Lauf.
Bei der Ausgabe am 6. September 2026 standen Bambiniläufe über 300 Meter, Jugendrennen, eine REHACARE Inklusions-Halbmeile, die Meile über 1.609 Meter sowie ein Fünf-Kilometer-Lauf auf dem Programm. Der Leichtathletik-Verband Nordrhein führte Straßenläufe über 804, 1.609 und 5.000 Meter im Kalender. Für Schulen gab es getrennte Wertungen, darunter Klassen 1 und 2, 3 und 4 sowie Altersgruppen von U12 bis U18. Die 804-Meter-Läufe ergänzten das Nachwuchsprogramm; 1.609 Meter bildeten die namensgebende Distanz und 5.000 Meter den längsten Lauf. So reichte das Angebot vom kurzen Einstieg bis zu nationalen und internationalen Elitefeldern.
Weltklassezeiten auf der Meile
Der Weltrekordbezug geht auf die Ausgabe 2024 zurück. Der Brite Elliot Giles gewann die Männer-Straßenmeile in 3:51,3 Minuten und stellte dabei den Weltrekord auf. Yared Nuguse folgte in 3:51,9 mit US-Rekord, Vincent Keter wurde in 3:54,9 Dritter. Schnellster Deutscher war 2024 Marc Tortell mit 4:03,7 Minuten. Bei den Frauen gewann Marissa Damink in 4:30,3; die deutsche Olympiateilnehmerin Nele Weßel belegte in 4:35,0 den vierten Platz.
Auch 2026 erzielten die Elitefelder Spitzenresultate: Marco Langon gewann die Männer-Meile in 3:52,9 Minuten vor Adam Spencer (3:53,9) und Jude Thomas (3:54,2). Jemma Reekie siegte bei den Frauen über die Meile in 4:23,3. Celestine Jepkosgei Biwot gewann die Frauen über fünf Kilometer in 15:18, Mohammed Ahmed das Männerrennen in 13:15 Minuten. Diese Rennen ergänzten Kinder-, Inklusions- und Schulwettbewerbe auf derselben zentralen Düsseldorfer Achse.
Die Kö Meile ist Teil des Düsseldorfer Veranstaltungskalenders. Mit dem Düsseldorf Marathon und dem Brückenlauf bietet die Stadt weitere Laufveranstaltungen über andere Strecken und Formate.
Zum Organisationsteam um Maximilian Thorwirth gehören sein Vater Frank, sein Bruder Benjamin, Trainer Bernd Zahlten und Veranstaltungstechniker Simon Sassin. Zahlten brachte Erfahrung aus dem Düsseldorf Marathon, dem früheren Kö-Lauf, dem Hallenmeeting und dem Martinslauf mit. Auf der Königsallee treffen die offenen Läufe und die Elitefelder damit auf eine Veranstaltungsorganisation aus der lokalen Laufszene.