Hafenfest Düsseldorf: Wasser, Musik und Medienhafen
Das Düsseldorfer Hafenfest verwandelte das Hafenbecken im Medienhafen in eine Bühne für Wassersport, Musik und Gastronomie. Die mehrtägige Veranstaltung verband Vorführungen auf dem Wasser mit einem Programm an Land. Besonders gut lässt sich das Fest an den Ausgaben zwischen 2004 und 2010 nachvollziehen: In diesen Jahren wechselten hohe Besucherzahlen, eine mehrjährige Pause und die Rückkehr als fünfte Ausgabe einander ab.
Ein Fest zum Geburtstag des Medienhafens
Am Wochenende des 7. und 8. August 2004 feierte das Fest den zehnten Geburtstag des Medienhafens; 50.000 Gäste kamen. Im folgenden Jahr kamen trotz anhaltenden Regens 35.000 Besucherinnen und Besucher. Am 12. und 13. August 2006 besuchten 100.000 Gäste das Hafenfest. Die Zahlen zeigen die große Anziehungskraft des Areals als Veranstaltungsort: Der Hafen bot zugleich Wasserfläche für Aktionen und Uferbereiche für Bühnen und Stände.
Wassersport und Musik am Hafenbecken
Für die fünfte Ausgabe am 28. und 29. August 2010 kündigte das Programm 17 Bands auf zwei Bühnen sowie Aktions- und Gourmetstände an. Das Wasserprogramm reichte von einer Ruderregatta und Speedbootfahrten bis zu Segeltörns. Besucher sollten Stand-up-Paddling im Hafenbecken ausprobieren; für Optimisten-Jollen des Unterbacher Sees waren Übungsfahrten angekündigt. Vom Marina-Yachthafen aus waren Segeltouren durch den Hafen vorgesehen. Damit bot das Fest unterschiedliche Perspektiven auf das Wasser: selbst aktiv auf dem Board, als Zuschauer einer Regatta oder vom Boot aus.
Die Ausrichtung des Hafen-Sprints der Achter lag beim Düsseldorfer Ruderclub Germania mit Unterstützung des Wasser-Sport-Vereins. Für diese zweite Auflage hatten sich Mannschaften aus mehreren deutschen Städten angekündigt, darunter der Ruder-Bundesliga-Champion aus Krefeld sowie Teams aus Berlin, Hannover und Münster. Für Samstag war der Programmbeginn um 15 Uhr vorgesehen; am Abend war ein Feuerwerk angesetzt. Für Sonntag war das Fest von 12 bis 21 Uhr angekündigt. Der WDR kündigte parallel sein Funkhausfest an; beide Programme sollten den Hafen an diesem Wochenende gemeinsam beleben.
Für die damalige Anreise empfahl der Veranstalter wegen des hohen Besucheraufkommens und der Sperrung der Kaistraße öffentliche Verkehrsmittel. Als Haltestellen nannte er Hammer Straße, Rheinturm, Erftstraße und Franziusstraße. Das zeigt, wie stark die Wegeführung rund um das Hafenbecken in die Planung eines solchen Festwochenendes einbezogen war.
Pause und Wiederaufnahme
Nach der Ausgabe 2006 folgte eine Pause bis 2009. In diesem Jahr fand das Hafenfest erstmals wieder statt. 2010 kehrte das Fest als fünfte Ausgabe zurück und knüpfte an das breite Zusammenspiel aus Live-Musik, Gastronomie und Aktivitäten auf dem Wasser an. Veranstalterin der damaligen Ausgabe war die Düsseldorfer Agentur RheinLust.
Die historischen Ausgaben ergänzen die Düsseldorfer Veranstaltungsgeschichte. Sie zeigen, wie sich der Medienhafen als Veranstaltungsraum am Wasser nutzen ließ und Architekturstandort und Freizeitprogramm zusammenführte. Das Programm von 2010 machte diese Verbindung konkret: Rudersport und Segeln gehörten ebenso dazu wie neue Wassersportarten, Bühnenmusik und Stände am Beckenrand. Einen Überblick zu weiteren Konzertorten und Musikangeboten der Stadt bietet der Beitrag Musik in Düsseldorf erleben.