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Schlossturm Düsseldorf

Der Schlossturm steht am Burgplatz zwischen Düsseldorfer Altstadt und Rhein. Er ist der einzige oberirdisch erhaltene Teil des früheren Residenzschlosses und beherbergt heute das SchifffahrtMuseum. Schon der Standort erzählt zwei Geschichten zugleich: Der Turm markiert die ehemalige Residenz der Landesherren, während die Ausstellung in seinen Gewölben und Etagen die Verbindung der Stadt zum Rhein und zur Schifffahrt zeigt. Für die anschließende Runde am Wasser beginnt direkt vor dem Turm die Rheinuferpromenade.

Schlossturm Düsseldorf Der Schlossturm in Düsseldorf ist Wahrzeichen der Stadt - ein Überrest vom einst prächtigen Düsseldorfer Schloss Foto: Jed Stone

Vom mittelalterlichen Sitz zur Renaissance-Residenz

Eine Burg der bergischen Landesherren wird erstmals 1386 urkundlich erwähnt. Sie sicherte den Zugang zum Rhein. Die Geschichte Düsseldorfs führt von dieser mittelalterlichen Stadt zur späteren Residenz am Fluss. Als die Herzöge von Jülich-Kleve-Berg Düsseldorf im 16. Jahrhundert zur Hauptresidenz machten, ließen sie das Schloss ausbauen. Um 1550 bestand es aus mehreren Flügeln mit geschlossenem Innenhof. Der heutige runde Turm bildete den nordöstlichen Eckturm; Herzog Wilhelm der Reiche ließ die Anlage modernisieren und kam 1552 zur Aufrichtung der Turmspitze nach Düsseldorf.

Der Turm war Teil eines bewohnten Hofes. Geschosse standen unter anderem mit der Schlosskapelle und dem Alltag des Hofes in Verbindung. Nach dem Bombardement von 1794 wurde das Schloss zur Ruine; der Turm brannte aus, seine Außenmauern blieben stehen. Im 19. Jahrhundert wurden Teile unter preußischer Herrschaft wieder aufgebaut. Ein erneuter Großbrand 1872 führte zu Abrissplänen, bei denen der runde Turm erhalten bleiben sollte. Nachdem die übrigen Schlossreste beseitigt waren, prägte der freistehende Turm den Burgplatz als sichtbare Erinnerung an die Residenz.

Wiederaufbau und SchifffahrtMuseum

Im 20. Jahrhundert wurde der Turm mehrfach instand gesetzt. Nach einem Luftangriff im Januar 1943 brannte er erneut bis auf die Außenmauern aus. Die Stadtgesellschaft setzte sich für den Erhalt ein; 1978 beschloss der Rat, den Turm für das SchifffahrtMuseum wiederherzustellen. Am 14. Januar 1984 zog das Museum ein. Seitdem nutzt es die historische Raumfolge für seine Ausstellung über den Rhein, seine Schiffe und die Menschen an seinen Ufern.

Das Museum erstreckt sich über sieben Etagen, vom untersten Gewölbe bis zur Laterne. Modelle und Exponate machen Schiffbau, Handel, Reisen und das Leben am Strom anschaulich; interaktive Stationen und Schiffssimulatoren ergänzen die Sammlungsstücke. Der Aufstieg führt durch die Geschichte des Flusses und endet im Aussichtsgeschoss mit Blick über Altstadt und Rhein.

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Besuch am Burgplatz planen

Die Anschrift lautet Burgplatz 30; die vom Museum genannte Haltestelle ist Heinrich-Heine-Allee. Vom Eingang sind es wenige Schritte zur Freitreppe am Rhein und in die Gassen der Altstadt. Das Museum öffnet Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr (Stand: Oktober 2026). Wer die Erreichbarkeit plant, kann sich an den konkreten Gebäudemerkmalen orientieren: zehn Stufen am Eingang und ein Aufzug bis zur dritten Etage, dessen Kabine für elektrische Rollstühle zu klein ist. Laterne und Untergeschosse sind über Treppen erreichbar.

Burgplatz und Wege am Rhein

Am Fuß des Turms öffnet sich der Burgplatz zum Fluss. Von der Freitreppe und der Uferkante lässt sich die Schifffahrt beobachten; der Blick reicht über den Rhein zum linksrheinischen Ufer. Direkt daneben beginnt die Rheinuferpromenade, die südwärts zum Landtag und weiter in den MedienHafen führt. Für einen geschlossenen Rundgang durch die Altstadt und das Ufer eignet sich die Route Altstadt und Rhein zu Fuß.

Die Sehenswürdigkeiten in Düsseldorf ordnen den Museumspunkt in die weiteren Stadtbereiche ein.