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Schadowstraßenfest: Als Düsseldorfs Einkaufsstraße zur Festmeile wurde

Das Schadowstraßenfest verwandelte die Düsseldorfer Einkaufsstraße in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren regelmäßig in einen mehrtägigen Veranstaltungsort. Nach Angaben der Interessengemeinschaft Schadowstraße fand das zweitägige Fest in den Jahren um die Jahrtausendwende jeweils im Spätsommer statt. Zu den Verkaufsständen kamen mehrere Bühnen mit Musik verschiedener Stilrichtungen und Kleinkunst. Jedes Jahr rückte eine internationale Partnerstadt in den Mittelpunkt und präsentierte sich auf der Straße.

Eine Einkaufsstraße als Festmeile

Das Fest nutzte die Länge und zentrale Lage der Schadowstraße für ein offenes Programm. Besucherinnen und Besucher konnten zwischen Verkaufsständen, Bühnen und künstlerischen Beiträgen wechseln, statt an einem einzelnen Platz zu bleiben. Die Mischung verband Einkaufen mit einem Stadtfest und machte die Straße selbst zur Bühne. Die damalige Interessengemeinschaft beschrieb das Schadowstraßenfest als eine der größeren Veranstaltungen der Landeshauptstadt.

Ein wiederkehrender internationaler Schwerpunkt gab den einzelnen Ausgaben eine eigene Ausrichtung. 1995 war die Silom Road in Bangkok Partnerstraße des Festes. Die städtische Chronik verzeichnet für dieses Wochenende mehr als eine Million Besucher. Das Format stellte damit Düsseldorfer Handel und Unterhaltung vor und bot einer Partnerstadt eine prominente Präsentationsfläche im Zentrum der Stadt.

Besucherzahlen und Partnerstädte

Die Chronik der Stadt dokumentiert mehrere außergewöhnlich große Ausgaben. Am 25. und 26. August 2001 kamen bei Temperaturen von fast 40 Grad rund 800.000 Gäste; erwartet worden waren 1,2 Millionen. Für das Wochenende 30. und 31. August 2003 nennt sie rund eine Million Besucher. 2005 zählte die Chronik am letzten Augustwochenende etwa 800.000 Gäste.

Auch 1999 wurde ein Land als Gast in den Mittelpunkt gerückt: Italien. Die Stadtchronik nennt für das Wochenende 28. und 29. August 1,3 Millionen Besucher. Zusammen mit der Präsentation Bangkoks 1995 zeigt dieses Beispiel, dass die Partnerstadt- oder Gastlandidee mehrere konkrete Ausgaben prägte. Die Zahlen gehören zu unterschiedlichen Jahrgängen und Veranstaltungsbedingungen; die Chronik weist für 2001 ausdrücklich auf die Hitze als Einfluss auf den Besuch hin. Zusammengenommen dokumentieren die Einträge ein Straßenfest mit großer Reichweite und einem wechselnden internationalen Schwerpunkt.

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Das angekündigte Programm von 2010

Für den 21. und 22. August 2010 war die 13. Ausgabe angekündigt. Auf mehr als 10.000 Quadratmetern waren über 100 Aussteller, Außengastronomie und Live-Musik vorgesehen. Als Künstler wurden Katrin Walter, Ohio Express und Brian Parrish genannt. Auf dem Gründgens-Platz sollte ein eigenes Kinderfest stattfinden. Die angekündigten Zeiten reichten samstags von 11 bis 24 Uhr und sonntags von 11 bis 20 Uhr.

Ein Kapitel der Stadtfestgeschichte

Das Schadowstraßenfest dokumentiert eine Phase, in der Düsseldorfs Einkaufsstraße zugleich Veranstaltungsort war. Die Stadt hat die Schadowstraße später umfassend neu gestaltet: Mit der Inbetriebnahme der Wehrhahn-Linie und dem Kö-Bogen-Tunnel wurden neue Freiräume geschaffen und die Fußgängerbereiche verändert. Die dokumentierten Festjahre gehören damit zu einer eigenen Phase der Stadt- und Veranstaltungsgeschichte.

Die Festgeschichte verbindet Straßenhandel, Musik, Kleinkunst und internationale Begegnung. Sie gehört zur Entwicklung von Düsseldorf als Einkaufs- und Veranstaltungsstadt. Die wiederkehrenden Veranstaltungen der Stadt verteilen sich heute auf Straßen, Plätze und Rheinuferbereiche.