Tonhalle Düsseldorf
Die Tonhalle Düsseldorf verbindet einen Konzertbesuch mit der Architektur eines ehemaligen Planetariums. Am Ehrenhof, nahe dem Rhein, prägt der runde Baukörper den Zugang zum Konzertsaal. Unter der Kuppel wird Musik in einem Raum erlebt, dessen Geschichte und Gestaltung aufeinander bezogen sind: Das Gebäude war zunächst für den Blick in den Sternenhimmel gedacht und wurde später für Orchester- und Konzertbetrieb umgebaut.
Vom Planetarium zum Konzertsaal
Wilhelm Kreis entwarf das Planetarium für die GeSoLei-Ausstellung; 1926 wurde es am Rheinufer eröffnet. In den 1970er-Jahren folgte der Umbau zum Konzertsaal, der 1978 als Tonhalle eröffnet wurde. Damit erhielt ein Bau der Ausstellungskultur eine neue öffentliche Aufgabe: Die große Kuppel überspannt nun den Raum für Konzerte und prägt die Verbindung aus Architektur und Klang.
Eine Modernisierung im Jahr 2005 erneuerte die Gestaltung des Saals und ergänzte eine gezielte Schallumlenkung. Die Innenraumgestaltung in Metallblau, Leuchtdioden und das Beleuchtungskonzept führen die Kuppelidee als „Planetarium der Musik“ weiter. Leuchtdioden und Lichtgestaltung greifen dabei den Sternenhimmel des früheren Planetariums auf. Die Tonhalle ist außerdem das musikalische Zuhause der Düsseldorfer Symphoniker, deren Orchester 130 Musikerinnen und Musiker umfasst.
Orchester, Kammermusik und besondere Konzertformate
Das Programm reicht von klassischen Orchesterkonzerten über Jazz, Chanson und Pop bis zu Kabarett. Neben den Düsseldorfer Symphonikern prägen Kammermusik und wechselnde Konzertreihen den Spielplan. Die Tonhalle unterscheidet eigene Veranstaltungsreihen von Konzerten ihrer Gastveranstalter. Formate wie die Kleine Tonhalle richten sich an Kinder und Familien; die LauschPause umfasst Angebote für Kitas und Schulklassen. Das Schumannfest ergänzt den Kalender um einen eigenen thematischen Schwerpunkt. Besetzung, Klang und Ablauf variieren deshalb mit der jeweiligen Veranstaltung. Ein Konzertabend lässt sich anhand von Programm, Mitwirkenden und Ticketangaben für den konkreten Termin auswählen.
Die Symphoniker in Düsseldorfs Musiktradition
Die Tonhalle verortet ihr Orchester in einer fast 400 Jahre zurückreichenden Düsseldorfer Orchestertradition. Im 19. Jahrhundert war Düsseldorf die zweite deutsche Stadt, die ein städtisches Orchester gründete. Neben den Konzerten im Haus treten die Symphoniker bei Gastspielen und Open-Air-Veranstaltungen auf. Pädagogische Projekte gehören ebenfalls zur Arbeit des Orchesters. Damit reichen seine Angebote von der großen Konzertbühne bis zur Musikvermittlung für ein junges Publikum.
Am Ehrenhof: Konzert und Museumsbesuch verbinden
Die Lage am Ehrenhof macht die Tonhalle zu einem Kulturziel nahe dem Rhein. Der Kunstpalast und das NRW-Forum liegen im selben Kulturquartier; ein Museumsbesuch lässt sich räumlich mit einem Konzert verbinden. Bei den Konzertreihen lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte wählen: „Sternzeichen“ gehört zum eigenen Angebot, „Komet“ bündelt Konzerte von Gastveranstaltern. Die Familienangebote umfassen unter anderem „Himmelblau“, „Plutino“, „Sterntaler“ und „Junior-Sternzeichen“.
Innerhalb der Düsseldorfer Kulturlandschaft nimmt die Tonhalle eine andere Rolle ein als das zakk, dessen Programm auch Clubkultur, gesellschaftliche Themen und Bühnenveranstaltungen umfasst. Für einen Konzertbesuch geben der Spielplan, die Besetzung und die Ticketinformationen den konkreten Rahmen vor. Anreise und Zugangsinformationen veröffentlicht das Haus passend zu seinem Veranstaltungsangebot.