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Kunsthalle Düsseldorf

Die Kunsthalle Düsseldorf zeigt zeitgenössische Kunst in wechselnden Ausstellungen und Projekten. Als Ausstellungshaus für Gegenwartskunst konzentriert sie sich auf aktuelle künstlerische Positionen. Das Programm reicht von Einzelausstellungen bis zu thematischen und stadträumlichen Vorhaben. Im Herbst 2026 ist am Grabbeplatz unter anderem Gregor Schneiders „Haus u r 2026“ zu sehen.

Ein Ausstellungshaus mit flexiblen Formaten

Die Kunsthalle arbeitet mit drei großen Ausstellungssälen: Kinosaal, Emporensaal und Seitenlichtsaal. Mit zwei Foyers umfassen die Räume rund 1.000 Quadratmeter auf drei Etagen; Vermittlungsangebote ergänzen die Ausstellungen. Regelmäßig ändern sich Künstler, Themen und Ausstellungsformen. Die laufende Präsentation von Gregor Schneider bündelt gebaute Räume, Skulpturen, Fotografien und Filme; parallel dazu gibt es weitere Formate wie das Atelierfenster.

Im Oktober 2026 läuft das Ausstellungsprogramm am Grabbeplatz. Die Gebäudesanierung soll nach dem aktuellen städtischen Planungsstand voraussichtlich 2029 beginnen. Für den gegenwärtigen Besuch verbindet das Haus somit ein laufendes Ausstellungsprogramm mit einem Standort, dessen bauliche Erneuerung noch bevorsteht.

Am Grabbeplatz mit weiteren Kulturorten

Die Kunsthalle liegt am Grabbeplatz 4, nahe der Altstadt und der Kunstsammlung NRW. Der benachbarte Kunstverein ist eine eigenständige Institution mit eigenem Ausstellungsprogramm. Am Rheinufer bietet KIT – Kunst im Tunnel zeitgenössische Kunst in einem anderen räumlichen Umfeld.

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Gregor Schneider: Räume innerhalb von Räumen

„Haus u r 2026“ nimmt einen Werkkomplex in den Mittelpunkt, den Gregor Schneider seit den 1980er-Jahren entwickelt. Sein Ausgangspunkt ist das Haus u r in Mönchengladbach-Rheydt: Räume werden dort fortlaufend verändert, erweitert und als künstlerisches Material behandelt. Schneider baut vollständige Innenräume – mit Wänden, Böden und Decken – in bestehende Räume ein. Vertraute Zimmer und architektonische Situationen erscheinen dadurch zugleich wiedererkennbar und verschoben.

Die Düsseldorfer Ausstellung versammelt siebzehn gebaute Räume, darunter Bade- und Wohnzimmer sowie Keller- und Abstellräume. Skulpturen, Fotografien, Filme und Livestream-Projektionen ergänzen den Parcours. Anlass ist das vierzigjährige Bestehen des Werkkomplexes, der mit „Haus u r 1985 – heute“ bezeichnet wird. Ein früher internationaler Meilenstein war der Goldene Löwe, den Schneider 2001 für „Totes Haus u r“ im Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig erhielt.

Für Besucherinnen und Besucher entsteht daraus eine Folge gebauter Situationen. Die Räume verknüpfen Architektur und Skulptur mit Fragen nach Erinnerung, Wirklichkeit und Rekonstruktion. Der enge Bezug des Werkes zu Rheydt und zur Region macht zugleich sichtbar, wie der Künstler reale Orte in eine fortlaufende künstlerische Arbeit überführt.

Was sich am Grabbeplatz besuchen lässt

Die Ausstellung läuft vom 17. Oktober 2026 bis zum 17. Januar 2027 in der Kunsthalle am Grabbeplatz 4. Einige Räume können jeweils nur einzeln betreten werden; bei stärkerem Andrang sind deshalb Wartezeiten möglich. Die räumliche Enge und die Wechsel zwischen beleuchteten und verdunkelten Bereichen prägen den Besuch stärker als eine lineare Abfolge von Objekten.

Der Grabbeplatz bündelt mehrere Kunstorte der Innenstadt. Wer den Besuch thematisch erweitern möchte, kann die eigenständigen Programme des Kunstvereins und von KIT – Kunst im Tunnel hinzunehmen; deren Ausstellungen setzen jeweils andere Schwerpunkte. Der Kunstverein nutzt dasselbe Gebäude am Grabbeplatz, KIT einen unterirdischen Raum am Mannesmannufer. Die Ausstellungshäuser in Düsseldorf bieten einen Überblick über weitere Präsentationsorte. So lässt sich ein einzelner Ausstellungsbesuch in einen Rundgang durch unterschiedliche Formen zeitgenössischer Kunst einordnen.